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Agenda Pullach 2030

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Zum Ergebnis des 2. Stresstests und der AKW-Notreserve-Entscheidung von Robert Habeck

Hier zunächst die ablehnende Stellungnahme vom BUND Naturschutz in Bayern e.V. , dann die zustimmende Kommentierung von Ludwig Hartmann, dem Co-Vorsitzenden der Fraktion der GRÜNEN im Bayerischen Landtag und schließlich ein Beitrag aus der Anti-Atom-Szene, der das Augenmerk auf die Sicherheitsprobleme der beiden "Reserve-AKWs" in Süddeutschland richtet..

Die Zukunft wird zeigen, ob die Entscheidung des Wirtschaftsministers weise war.

Anmerkung: Anders als Gaskraftwerke eignen sich AKWs bekanntlich nicht für die kurzfristige Zuschaltung in Zeiten, in denen gerade viel Strom verbraucht wird. Denn sie brauchen eine Vorlaufzeit von mehreren Tagen, bis sie Strom liefern können. Auf die "Reserve-AKWs" kann man also nur dann zurückgreifen, wenn sich die Engpässe beim Strom eher langfristig abzeichnen. Habeck denkt da vor allem an den Fall, dass die bis zum Winter geplante Wiederaufnahme des Betriebs der im Sommer abgeschalteten französischen  AKWs scheitern sollte.

STRESSTEST ZEIGT: ATOMKRAFT IST UNNÖTIG

Der zweite Stresstest zur Stromversorgung zeigt, dass die Atomkraft selbst in kritischsten Szenarien nur einen minimalen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten könnte. Versorgungssicherheit und Stromnetzstabilität in Deutschland sind trotz Krise nach wie vor hoch. 

Dennoch sollen die AKW Isar 2 und Neckarwestheim 2 laut Bundeswirtschaftsministerium nach dem gesetzlichen Abschalttermin Ende des Jahres noch bis April als Reservekraftwerke bereitstehen. Der geringe Nutzen steht dabei in keinem Verhältnis zu den Risiken.

Wir warnen vor einem Aufweichen des Atomausstiegs. Sollte die Regierung dennoch auf die Hochrisikotechnologie setzen, wird der BUND Naturschutz zusammen mit seinem Bundesverband alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen, um dies zu verhindern.

Der BN-Vorsitzende Richard Mergner erklärt: "Der zweite Stresstest zeigt, dass die Strommengen, die die AKW liefern könnten, nur einer von vielen Bausteinen sind - und ein sehr kleiner. Dieser lässt sich auch durch konsequente andere Maßnahmen einsparen."

Der Reaktor Isar 2 ist 34 Jahre alt, allein in den letzten sechs Jahren sind dort 15 meldepflichtige Ereignisse aufgetreten, die letzte umfängliche Sicherheitsprüfung ist 13 Jahre her.

Der BUND Naturschutz ist überzeugt, dass es mit den richtigen Energiesparmaßnahmen in Bayern auch ohne Atomkraft nicht zu einem Stromengpass kommen wird.

6. September 2022

 „AKW-Notreserve unter gegebenen Umständen der Königsweg“

Ludwig Hartmann zum Ergebnis des Stresstests und zur AKW-Notreserve-Entscheidung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck

 München (6.9.22 /lmo). Das Ergebnis des Stresstests und die AKW-Notreserve-Entscheidung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck kommentiert der Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, Ludwig Hartmann:

Für uns Grüne steht das Wohlergehen der Menschen an erster Stelle. Dazu gehört auch eine stabile Energieversorgung. Die schweren energiepolitischen Fehler der letzten Jahre erfordern heute eine Entscheidung, die es bei weitsichtiger Energiepolitik nicht gebraucht hätte: Wir müssen die beiden süddeutschen Atomkraftwerke für den Winter 2022/23 in Notreserve halten.

Diese Entscheidung von Bundeswirtschaftsminister Habeck ist unter den gegebenen Umständen der Königsweg zwischen Energieversorgungssicherheit und Risikoverantwortung. Das ist verantwortliches politisches Handeln, das die Krise abverlangt. Das würde ich mir von allen politischen Verantwortlichen in diesem Land wünschen.

Der Stresstest zeigt deutlich: Die Atomkraftwerke helfen uns weder Gas einzusparen noch den Strompreis nennenswert zu senken. Isar 2 kann Bayern lediglich im unwahrscheinlichen Extremfall helfen, das Netz stabil zu halten. Wer jetzt noch immer nach Laufzeitverlängerung schreit, hat das Ergebnis des Stresstests nicht verstanden.

Wir halten mit dieser Entscheidung am Atomausstieg fest. Es gibt keinen automatischen Streckbetrieb. Die Atomkraft bleibt eine hochgefährliche und teure Risikotechnologie von gestern. Diese Maßnahme ist lediglich zur kurzfristigen Krisenbewältigung da.

Wir sehen an der Entscheidung deutlicher als je zuvor, dass die CSU in Bayern das Energiesystem völlig falsch ausgerichtet hat: Den Ausbau der Erneuerbaren Energien verschleppt, den Netzausbau sabotiert, eine gasabhängige Freunderlwirtschaft mit dem Despoten Putin aufgebaut. Die AKW-Notreserve ist das Symptom der völlig verfehlten Energiepolitik der letzten Jahre.

Die Staatsregierung muss alles dafür tun, dass die Sicherheit des alten Atommeilers bei Landshut gewährleistet ist, auch in der Zeit der Notreserve. Das ist Aufgabe des bayerischen Umweltministeriums als Aufsichtsbehörde.“

Lena Motzer

Pressesprecherin

 

LÄNGERE LAUFZEIT FÜR AKW MIT RISSEN – SOLL DAS ERNST SEIN?

"ausgestrahlt" Newsletter vom 7. September 2022

Es schreibt: Armin Simon

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will den Riss-Reaktor Neckarwestheim-2 und das unter Rissverdacht stehende AKW Isar-2 potenziell länger in Betrieb lassen. Das kündigte er gestern Abend auf einer Pressekonferenz zum Ergebnis des sogenannten Stresstests 2.0 an. Demnach will er die im Atomausstiegs-Gesetz festgelegten Abschaltdaten für beide Reaktoren kippen. Stattdessen sollen die AKW zum 1. Januar in eine Art Stand-by-Modus wechseln. Bis zum 15. April soll dann eine einfache Anordnung des Ministers genügen, um sie wieder hochzufahren.

Doch Habecks Vorschlag ignoriert den tatsächlichen Zustand der Reaktoren. So sind allein in Neckarwestheim mehr als 350 gefährliche Risse nachgewiesen. Es handelt sich um dieselbe Rissart wie in den französischen AKW. Die Risse bedrohen 16.000 Rohre; reißt nur ein einziges davon ab, wäre das ein nur schwer zu beherrschender Störfall, der sich bis zum Super-GAU entwickeln kann. Im typgleichen AKW Isar-2, dessen Betreiber bisher Kontrollen verweigert, besteht ebenfalls Rissverdacht.

Selbst die französische Atomaufsicht schaltet AKW, in denen die gefürchtete Spannungsrisskorrosion nachgewiesen ist, aus Sicherheitsgründen umgehend ab. Für deutsche AKW muss dasselbe gelten. Es kann nicht sein, dass die Riss-Reaktoren stattdessen sogar noch länger laufen sollen.

Die geplante Weiternutzung der mehr als 34 Jahre alten Anlagen missachtet darüber hinaus die vom Bundesverfassungsgericht definierten grundlegenden Sicherheitsanforderungen an AKW. Fakt ist, dass kein Reaktor in Deutschland diese Sicherheitsanforderungen über den 31.12.2022 hinaus erfüllt. Das hat die Bundesatomaufsicht bereits eindeutig festgestellt. Ein Betrieb der AKW nach diesem Datum ist daher keine Option: Ein Auto darf nach Ablauf des TÜV-Stichtags auch nicht weiter betrieben werden.

Ein AKW, das die Sicherheitsanforderungen nicht erfüllt, kann nicht als „Einsatzreserve“ dienen. Und Riss-Reaktoren müssen sofort vom Netz – in Deutschland genauso wie in Frankreich. Das sollte niemand besser verstehen als die grünen Bundestagsabgeordneten. Insbesondere auf sie (und auf Dich) kommt es jetzt an: Die Abgeordneten können einen Sicherheitsrabatt für AKW noch verhindern – wenn viele sie jetzt dazu auffordern.

Das Festhalten des grünen Wirtschaftsministers an einer atomaren „Einsatzreserve“ ist umso verstörender, als der Stresstest gezeigt hat, dass ein Weiterbetrieb der AKW sowohl auf den Gasverbrauch als auch für die Stromversorgung nur marginale Effekte hätte. Gleiches gilt für die Strompreise. (Mehr dazu in unserer Hintergrundinfo zum Stresstest 2.0.) Umgekehrt erhöhen die geplante Weiternutzung der AKW und die nötigen Gesetzesänderungen jedoch die Gefahr, dass es am Ende doch noch zu einer längeren Laufzeit der Reaktoren kommt. Deshalb fordern wir: Klare Kante gegen AKW – kein Rütteln am Atomaussstieg!

Mit herzlichen Grüßen
Armin Simon
und das ganze .ausgestrahlt-Team


Bienenfreundlicher Garten

Was kann ich in meinem Garten, auf meiner Terrasse oder meinem Balkon für Bienen und Hummeln tun? Worauf kommt es an? Auf dieser Seite finden Sie praktische Tipps rund um das Thema „Bienen- und Hummelschutz im Garten“, die Ihnen dabei helfen sollen, ein kleines Paradies für die fleißigen Pollensammlerinnen zu gestalten.

Sorgen Sie bitte, wenn Sie z. B. mit Nisthilfen genügend Nistraum geschaffen haben, dafür, dass den Tieren ein ausreichendes Nahrungsangebot zur Verfügung steht. Hierzu gibt es in Hausgärten verschiedene Möglichkeiten. Wildwiese statt Einheitsgrün: Sparen Sie im Rasen Stellen aus, die Sie nur zweimal im Jahr mähen, so dass mehr Wildblumen zur Blüte kommen. Zahlreiche Bienenarten danken es Ihnen und Sie können sich über den Anblick einer schönen Wildwiese freuen.

Falls dann Ihr Wunsch nach mehr erwacht, können Sie auch eine Wildblumenmischung ansäen oder ein Wildblumenbeet anlegen.Wildblumen gedeihen meist am besten auf nährstoffarmen Böden. Hierfür muss die Humusdecke abgetragen oder der Boden mit Sand durchmischt sein. Ist der Boden vorbereitet, geht es an die Aussaat. Im Fachhandel gibt es Samenmischungen aus heimischen Arten, die an die Bedürfnisse von Wildbienen angepasst sind.

Pflanzen, die Bienen besonders viel Nektar liefern, sind z.B. Wiesenflockenblume, Skabiosenflockenblume, Wiesensalbei, Quirlblütiger Salbei, Witwenblume, Gewöhnlicher Dost (Wilder Majoran), Natternkopf, Teufelsabbiss, Tauben-Skabiose, Kornblume (Wildform), Lavendel, Blauer Ysop, Wilde Karde, Gemeine Kratzdistel, Hornklee, Nachtviole und  Bunte Kornwicke. Hierbei gilt: Umso größer die Anzahl an verschiedenen Blütenpflanzen, desto mehr Bienenarten werden den Weg in Ihren Garten finden. Auch Wildbienen-Wiesen sollten maximal zweimal im Jahr und erst ab Juni gemäht werden. Am besten greifen Sie hierfür zur Sense und lassen den Rasenmäher im Schuppen. Das Mähgut sollten Sie dann entfernen, um der Wiese nach und nach Nährstoffe zu entziehen.

Weitere Details unter:

https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/naturgarten/bienenfreundlicher-garten

 

 


Beschleunigung des Ausbaus der Windenergie - Eckpunkte der Bundesregierumg

Die Bundesregierung hat sich den Naturschutz und den Kampf gegen die Artenkrise auf ihre Fahnen geschrieben und will zugleich den Ausbau den Ausbau von Windrädern massiv vorantreiben im Kampf gegen die Klimakrise. Zwei Prozent der Landesfläche sollen hierfür bereitgestellt werden. Dies soll  zu einer fast Verdoppelung des Anteils des Ökostroms bis 2030 führen.

Ein Bericht der SZ vom 5.4.2022 zitiert Umweltministerin Lemke:" Die zentrale Botschaft ist: Diese Bundesregierung geht die beiden Krisen gemeinsam an." Durch den Krieg in der Ukraine habe eine Lösung sogar noch zusätzliche Driinglichkeit bekommen. Schließlich sollen auch erneuerbare Energien helfen, rascher unabhängig von Energieeinfuhren aus Russland zu werden. Das Bundesnaturschutzgesetz soll neue Standards zur Einstufung des Tötungs- und Verletzungsrisikos kollisionsgefährdeter Vögel erhalten, die die Bremsklötze beim Ausbaus der Windkraft lösen und den Naturschutz stärken sollen. Im Zentrum steht dabei eine Liste gefährdeter Brutvogelarten, die alle 3 Jahre evaluiert werden soll. Im Umkreis der Brutplätze dieser Arten, meist um die 500 Meter, soll es "Tabubereiche" geben, in denen Windräder nicht gebaut werden sollen. Ein größerer Umkreis - je nach Art sind das 500 bis zu 5000 Meter - gilt als "Prüfbereich" Hier können Rotoren erst aufgestellt werden, wenn ein Gutachten die Artenschutzbedenken ausräumt.

Siehe auch:

https://www.bmuv.de/pressemitteilung/einigung-bei-naturvertraeglichem-ausbau-der-windenergie-an-land-erzielt

https://www.dnr.de/presse/pressemitteilungen/pressestatement-zu-den-eckpunkten-zur-beschleunigung-des

Stellungnahmen von Fachverbänden zu Gesamt-Thematik:

https://www.do-g.de/fileadmin/Stellungnahme_Fachgruppe_Rotmilan_Todesursachen_WEA_2022-03_DO-G.pdf

 


HABECK IN MÜNCHEN - WINDKRAFT IN BAYERN GEHT NUR OHNE 10H

 

20.01.2022

Der BUND Naturschutz bedauert, dass das Gespräch zwischen Klimaschutzminister Robert Habeck und Ministerpräsident Markus Söder nicht dazu geführt hat, dass sich Bayern von der 10-H- Abstandsregel für Windkraftwerke verabschiedet. Einen verstärkten Ausbau der Windkraft in den Staatsforsten als Alternative zu 10-H lehnen wir ab.

„Obwohl wir schon damit gerechnet haben, sind wir nach dem Gespräch doch sehr enttäuscht, dass Markus Söder an seiner Blockadehaltung festhält“, erklärt der BN-Vorsitzende Richard Mergner. „Dass der Ausbau der Windkraft auch mit 10-H wieder beschleunigt werden kann, wie es der Ministerpräsident heute in Aussicht gestellt hat, halten wir für nahezu ausgeschlossen. Wir gehen nicht davon aus, dass hier bis März tragfähige Konzepte vorliegen. Dann hilft nur noch eine Änderung im Baugesetzbuch über den Bundestag, um 10-H in Bayern zu Fall zu bringen. Wir appellieren an die Ampelkoalition, dies dann auch schnellstmöglich umzusetzen.“

Den Windkraftausbau vorrangig in die Bayerischen Staatsforsten zu verlagern, wie es Söder angekündigt hat, lehnt der BN klar ab. „Das Potential in den Wäldern ist nahezu erschöpft, ein weiterer massiver Ausbau ist problematisch und keine Alternative zur Abschaffung von 10-H. Verstärkt in die Wälder reinzugehen ist auch unnötig, im Flächenland Bayern gibt es genügend Platz für Windräder im Einklang mit Mensch und Natur. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist nicht so niedrig, wie immer behauptet wird. Windkraftanlagen in Bürgerhand, die regionalen Strom liefern, sind ein Erfolgsmodell, das muss endlich auch in der Bayerischen Staatskanzlei ankommen!“    

Julian Fürholzer, Landesvorstand der JBN erklärt: „Es kann nicht sein, dass wir durch Söders politische Machtkämpfe wichtige Zeit in der Bekämpfung der Klimakrise verlieren. Auch Bayern muss seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten, um die natürliche Lebensgrundlage für die nachkommenden Generationen zu sichern. Ich bin enttäuscht, dass der Ministerpräsident aus politischem Kalkül die Belange junger Menschen hintenanstellt. Wir brauchen den sofortigen Ausbau aller Erneuerbaren Energien auch in Bayern!"

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Zu den Planungen in der Umgebung von Pullach siehe

https://www.merkur.de/lokales/starnberg/starnberg-ort29487/konkrete-planungen-fuer-windpark-91125428.html

 

Zum Streitthema Windkraft versus Vögel siehe auch den Beitrag in der Rubrik "Brennpunkte vor Ort"

 





Agenda Pullach 2030

4.3.2020: Lenkungsgruppe zur Umsetzung globaler Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen gegründet

Pullach will nachhaltiger werden. Die im März 2020 gegründete "Agenda Pullach 2030" will vorerst vorrangig drei der insgesamt 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDG – Sustainable Development Goals) vorantreiben.

Ziel SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden;

Ziel SDG 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster;

Ziel SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz.

Denn dazu hat der Pullacher Gemeinderat bereits erste konkrete Beschlüsse gefasst. Langfristig sollen alle 17 Ziele umgesetzt werden.

Beim Kick-Off durften sich die Pullacherinnen und Pullacher für die Mitarbeit in mindestens einem der drei Teams entscheiden – und direkt in die Diskussion einsteigen: Wie lassen sich globale Entwicklungsziele auf die Gemeinde übertragen? Welche Projekte wären für Pullach wünschenswert und umsetzbar? Wie können sich lokale Partner miteinander vernetzen?

Um das Qualitätsmanagement und die Öffentlichkeitsarbeit für alle drei Teams kümmern sich zwei weitere sogenannte Querschnittteams. Auch dafür wurden am Gründungsabend Mitglieder gesucht.

Über die Arbeit der im Rahmen der SDGs gegründeten Projektgruppen finden sich Berichte unter der Rubrik "Agenda Pullach 2030"


Baumpflanzoffensive: 100 Nach- und Neupflanzungen in Pullach

Der Pullacher Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 9. Februar 2021 einen wichtigen Beschluss für den Naturschutz, das Mikroklima und die CO2-Reduzierung sowie für die Ortsbildverschönerung gefasst: Die Verwaltung wurde beauftragt, die bereits am 5. November 2019 beschlossene - aber wegen Corona verschobene - Baumpflanzoffensive im Gemeindegebiet umzusetzen und weiterzuentwickeln. Nun kann mit den Neu- und Nachpflanzungen begonnen werden.

https://www.pullach.de/gemeinderatssitzung-vom-9-februar-2021/

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/klimawandel-baeume-aus-amerika-asien-und-afrika-in-pullach-1.5203614!amp

 

Hinweis auf den Beitrag von Olaf Schmidt: Ökologisch betrachtet: Nicht-Heimische Baumarten:

https://www.lwf.bayern.de/biodiversitaet/biologische-vielfalt/230750/index.php

S. Böll et al.: Studie zur Arthropodenvielfalt auf heimischen und gebietsfremden Stadtbäumen

https://www.nul-online.de/Magazin/Archiv/Urbane-Artenvielfalt-foerdern,QUlEPTYyOTY5MzcmTUlEPTgyMDMw.html

 

 


Zur Diskussion der arte-Doku „Umweltsünder E-Auto?“  die viel Aufsehen erregt hat

Siehe https://www.youtube.com/watch?v=X_4aTFTctnE

im Rahmen des von der Grünen-Fraktion im Europa-Parlament veranstalteten Online-Neujahrsempfangs mit Annalena Baerbock und Sven Giegold (MdEP) hat die Zuschauerin Christiane S. folgende Frage gestellt: 

„Ich war von der Dokumentation auf Arte geschockt, die kürzlich lief, da dort von der furchtbaren Ausbeutung der Natur in verschiedenen Erdteilen für die Gewinnung der Erze für die Erzeugung der Batterien für Autos etc. berichtet wurde. Unter dem Strich ist wohl die CO2-Bilanz von E-Autos nicht besser als von Verbrennungsautos, wenn man die Herstellung mit einbezieht. Können Sie dazu bitte etwas sagen? Herzlichen Dank!“

Antwort von Jutta Paulus, MdEP: Ja, „Rohstoffabbau für Elektromobilität ist ein Problem. Ebenso wie Rohstoffabbau für Gebäude, Handys, Konsumartikel; ganz zu schweigen von der immensen Umweltzerstörung für Ölgewinnung aus Teersanden oder Abbaggern der Dörfer für Braunkohle (in Deutschland) oder Steinkohle (in Kolumbien). Die arte-Doku vermittelt den irrigen Eindruck, als seien lediglich die Erneuerbaren das Problem. Dabei ist es ein Grundfehler unseres Wirtschaftssystems, dass Ressourcenverbrauch nicht bepreist und Recycling nicht gefördert wird.

Statt weiter auf Energiegewinnung und Mobilität aus nicht-erneuerbaren Quellen zu setzen - was ja mehr Umweltzerstörung bedeutet, vom Klimawandel ganz zu schweigen - müssen wir den politischen Rahmen so setzen, dass kostbare Rohstoffe auch wiederverwertet werden. Ein Anfang ist gemacht mit der aktuellen Gesetzesvorlage der Europäischen Kommission zum Batterierecycling.

Und klar ist auch: wir brauchen nicht nur eine Antriebswende, sondern eine Verkehrswende!“

 

Anmerkung:

Sicherlich brauchen wir eine Verkehrswende, in der auch E-Autos noch eine Rolle - neben dem Ausbau des ÖPNV und Bahnverkehrs - spielen werden. Die rasante Umweltzerstörung und der massive Rohstoffverbrauch werden aber noch lange unvermindert weitergehen, wenn es nicht gelingt, den motorisierten Individualverkehr – ob mit erneuerbarer Energie angetrieben oder nicht  - alsbald zu großen Teilen „aus dem Verkehr zu ziehen“. Das ist nicht Ideologie, sondern die Grenzen der Ausbeutung natürlicher Rohstoffe steckt die Natur.

Hans-Werner Thürk


Wie groß ist das CO2-Budget für Deutschland und die EU?

Gutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen vom Mai 2020

Die deutsche Klimapolitik ist bislang nicht nachvollziehbar am Pariser Klimaabkommen ausgerichtet und liegt nicht "ausreichend auf Zielkurs." Solautet eine Kernbotschaft eines Gutachtens des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU), der die Bundesregierung berät.

Das Gutachten erscheint alle vier Jahre und gibt der Bundesregierung Empfehlungen wie die Lebensqualität mit Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz verbessert werden kann. "Es mangelt nicht mehr an Erkenntnissen über die dramatischen Folgen aktueller und drohender Umweltveränderungen. Auch die Technologien für eine Wende hin zu zukunftsfähigem Wirtschaften, nachhaltiger Mobilität oder umweltverträglicher Energieerzeugung sind vorhanden", heißt es in der Einleitung. Da sich aber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft den ökologischen Herausforderungen "viel zu zögerlich stellen, wächst die Kluft zwischen dem Erreichten und dem Notwendigen", betont der Umweltrat. "Unsere Wirtschafts- und Lebensweisen müssen sich verändern, um ökologische Grenzen einzuhalten."

Unter dem "Blickwinkel der globalen Verteilungsgerechtigkeit" empfehlen die Experten eine Aufteilung des Emissionsbudgets in der Welt nach der Bevölkerungszahl jedes Landes. Für Deutschland würde bei einer Vernachlässigung von historischen Emissionen ab 2020 noch ein CO2-Budget von "maximal 6,7 Milliarden Tonnen CO2" zur Verfügung stehen, heißt es im Gutachten.

Damit könnte die Erderwärmung auf 1,75 Grad mit einer Wahrscheinlichkeit von 67 Prozent begrenzt werden. Daraus folgt: "Bei einer linearen CO2-Reduktion müsste Deutschland schon 2038 CO2-neutral sein und nicht erst 2050", sagt Lucht.

Würde Deutschland sich am 1,5-Grad Ziel orientieren, wofür laut SRU "gute wissenschaftliche Gründe sprächen", so wäre das verbleibende Budget entsprechend niedriger und läge bei 4,2 Milliarden Tonnen CO2. Bei einer linearen CO2-Reduktion wäre das Budget bereits im Jahr 2032 "verbraucht".

Mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent könnte so die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzt werden. "Hier zeigt sich die Folge von zwei Jahrzehnten zu zögerlicher Klimapolitik. Der verbleibende Zeitraum ist enorm geschrumpft", so Lucht. Der SRU betont, dass die deutschen Klimaziele derzeit nicht für die Einhaltung der Pariser Klimaziele ausreichen. Die von Deutschland emittierte Emissionsmenge sei "deutlich größer als das vom SRU berechnete Budget". Die deutschen Ziele sollten deshalb "konkretisiert und entsprechend verschärft werden".

 

Welches Budget hat noch die EU? 

Für die Ausrichtung der EU-Politik am Ziel von 1,75 Grad Erderwärmung bliebe im Vergleich etwas mehr Zeit: In der EU sind die CO2-Emissionen pro Kopf im Durchschnitt niedriger als in Deutschland. Bei einer linearen Reduktion der Treibhausgase bis zum Jahr 2045 auf null wäre das EU-Budget aufgebraucht. Ab dann müsste die EU in der Summe aller Emissionen klimaneutral sein.

Bei einer Ausrichtung der Politik auf eine Begrenzung von 1,5 Grad müsste die Klimaneutralität in der EU ebenfalls deutlich früher gelingen. Bei einer linearen Absenkung der Emissionen auf null wäre dies laut SRU im Jahr 2037.

 

Konjunkturprogramme für ökologische Zukunft 

Der Vorschlag der Sachverständigen die Klimapolitik an einem langfristigen CO2-Budget auszurichten, stößt beim Bundesumweltministerium (BMU) auf Vorbehalte. Zwar seien die Berechnungen von nationalen Restemissionsbudgets richtig, doch äußert das BMU die Befürchtung, dass eine Debatte über verbleibende Budgets dem Klimaschutz mehr schade als nütze.

Sie lenke "den Blick auf ein Scheitern, nicht auf das Gelingen" sagt ein Sprecher des Ministeriums der DW. "Die nötigen Mehrheiten für den Klimaschutz gewinnen wir aber eher dann, wenn wir positive Zukunftsbilder erzeugen, die die vielen Vorteile aufzeigen, die eine gelungene Klimaschutzpolitik mit sich bringt – für Lebensqualität, Jobs und Krisensicherheit."

Der Sachverständigenrat der Bundesregierung sieht dagegen im CO2-Budget eine wichtige Bewertungsgrundlage, die Transparenz ermöglicht und Ambitionslücken offenlegt. Dies wäre wichtig für die öffentliche Diskussion, um dann diese Lücke auch "möglichst sukzessive zu schließen", so Lucht. "Ohne einen solchen Maßstab weiß man nicht, ob man auf Kurs ist", betont Lucht. Aus diesem Grund empfehlen die Experten den Budgetgedanken auch auf europäischer Ebene in der Langfriststrategie als Instrument des Abgleichs zu verankern.

Ab Juli übernimmt Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft für ein halbes Jahr. Konjunkturprogramme zur Belebung der Wirtschaft sollten nun eine ökologische Zukunftsausrichtung bekommen, betonen die Sachverständigen. "Es sollte in Lösungen investiert werden, die die umweltverträgliche Entwicklung der Wirtschaft fördern", sagt SRU-Vorsitzende Prof. Claudia Hornberg. Die Bundesregierung sollte sich dafür stark machen, dass auch die EU-Konjunkturprogramme darauf ausgerichtet sind, den European Green Deal zu verwirklichen.


Biotoppflege Bund Naturschutz in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Pullach

Seit 2017 helfen wir von der BN-Ortsgruppe der Gemeinde bei der Umgestaltung der Wiese am Brunnhaus am Isarkanal unterhalb vom Kirchplatz in ein wertvolles Biotop. Ziel ist es, den Artenreichtum an Pflanzen, Insekten und Kleintieren zu erhöhen und nach und nach eine Magerwiese, wie sie an den Isarhängen früher üblich war, zu schaffen. Dies lässt sich erreichen, indem man auf jegliche Düngung verzichtet, seltener mäht und das Schnittgut nach jeder Mahd entfernt. Blühpflanzen brauchen nährstoffarme Böden.


Die zum Schutz des Biotops vor kurzem eingezäunte Wiese wird derzeit im Auftrag der Gemeinde zwei Mal im Jahr gemäht. Die erste Mahd hat letzte Woche stattgefunden. Wir haben dann an zwei Nachmittagen das Schnittgut zusammengerecht, um den Abtransport vorzubereiten. Es ist schön zu sehen, wie sich die Wiese bereits positiv entwickelt hat. Aktuell blühen u.a. Berufskraut, Wiesenklappertopf und Schafgarbe, bald folgen Mädesüß und die Kohlkratzdistel. Schmetterlinge sind zu beobachten und Grillen zirpen.


Haben Sie Interesse bei der Biotoppflege mit zu machen, dann melden Sie sich bitte. Wir freuen uns über jede Unterstützung.
Elke Essmann, Tel.: 74443695, Email: elke.essmann@gmx.de



Wir trauern um Michael Bartl

Michael Bartl war mit seiner ausgesprochen freundlichen, ausgeglichenen und dabei auch humorvollen Art gewissermaßen die „gute Seele“ unserer Ortsgruppe Pullach und langjährig unser Schatzmeister. Nie drängte er sich ins Rampenlicht und doch war er immer da, wenn er gebraucht wurde. Mit ganzem Herzen hat er sich für den Schutz und den Erhalt der Natur bei ganz unterschiedlichen Aktionen eingesetzt, von der Nistkastenkontrolle bis zu Biotop-Aktionen vor Ort.


Stunde der Wintervögel - Zählaktion 2020

 Vom 10. bis 12. Januar Vögel beobachten und melden

NABU und LBV rufen zum zehnten Mal zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Neben den „Standvögeln“, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, lassen sich auch zusätzliche Wintergäste beobachten, die aus dem noch kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa zogen. 

Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, erhält zB. auf der Webseite des NABU weitere Informationen:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/index.html

 

Weniger Vögel am Futterhaus

Bei der „Stunde der Wintervögel“ wurden zwar insgesamt weniger Vögel gesichtet, doch gab es nie so viele Haussperlinge wie in diesem Jahr. Ihr Bestand erholt sich nach Jahrzehnten eines deutlichen Rückgangs.

Zwischenergebnisse zur Stunde der Wintervögel:

https://www.nabu.de/news/2020/01/27444.html

 

 


Blühendes Pullach - Eine Zwischenbilanz

Zahlreiche Grünflächen wurden im Laufe des letzten Jahres durch die Gemeinde zu künftigen Blühflächen umgearbeitet (Bild links: Wiese am Wöllner Bergl). Einige Bürger*innen haben sogar Patenschaften für solche Flächen übernommen. Erste Veränderungen werden bereits im kommenden Frühjahr/Sommer zu besichtigen sein. Deshalb organisieren die VHS und der Bund Naturschutz in Pullach einen interessanten Abend über die neu angelegten Blühflächen auf dem Gemeindegebiet.  Und damit es nicht auf die gemeindlichen Flächen beschränkt bleibt, werden einfache Tipps für den insektenfreundlichen Garten gegeben.

 

Wolfgang Baumgartner von der Abteilung Umwelt der Gemeinde Pullach stellt an diesem Abend das Konzept für die Anlage von Blühwiesen auf Gemeindeflächen vor. Zudem informiert er darüber, wie die Bürger*innen auch in ihren Privatgärten insektenfreundliche Blühflächen integrieren können. Denn jede*r sollte etwas für den Erhalt der Artenvielfalt in unserer Umwelt tun.

 

Donnerstag, 23. Januar 2020, 19:00–20:30 Uhr

Bürgerhaus Pullach, Vereinsraum

Der Eintritt ist kostenlos. Anmeldung über die VHS Pullach (Verwaltungsgebühr: 5 €)

 https://www.vhs-pullach.de/programm/gesellschaft.html/kurs/503-C-4129627/t/bluehendes-pullach

 

Zu diesem Thema siehe auch den Beitrag in der Rubrik „Natur vor der Haustür“

 

 

 

 

 


Einladung des Jugendparlaments in Pullach zum Rama Dama 2019

Auch dieses Jahr findet die traditionelle Waldsäuberung „Ramadama - zam samma“ in der Gemeinde Pullach i. Isartal statt!

Der Gemeindeputz fällt dieses Jahr auf Samstag, 12.10.2019. Bei schlechtem Wetter verschiebt sich der Termin auf Samstag, 19.10.2019.

Treffpunkt ist an beiden Daten um 10 Uhr am Pullacher Kirchplatz. Denken Sie bitte an busch- und wetterfeste Kleidung, geeignetes Schuhwerk und ggf. Handschuhe. Müllzangen und –tüten erhalten sie vor Ort.

Der Müll ist für alle da. Je mehr Leute kommen, desto besser!

Wie bereits im vergangenen Jahr ist das Ziel, so viel Müll wie möglich zu sammeln. Für die fleißigsten Sammler gibt es coole Sachpreise und Gutscheine. Diese werden vom Cafe Ami und der Buchhandlung Pullach gesponsert! Großen Dank an dieser Stelle!

Bis 15 Uhr wird gesammelt. Ab 16 Uhr kann die Waldsäuberung dann bei einem gemeinsamen Grillfest im Freiraum2, Jaiserstraße 2, gebührend beendet werden. Solange der Vorrat reicht ist für vegetarisches Grillgut sowie Fleisch in Bio-Qualität gesorgt. Getränke können im Freiraum2 erworben werden. Spenden von Salaten, Kuchen und sonstigen Beilagen sind gerne gesehen. Bringen Sie diese einfach mit zur Abendveranstaltung ab 16 Uhr.

Wir freuen uns über ihre Hilfe!

Ihr Jugendparlament Pullach


"Klimawoche": Wanderausstellung "Plastikfasten"

Plastik oder Kunststoffe sind überall. In Verpackungen, in der Kleidung, im Auto und in Möbeln. Aber auch in Seen, Flüssen und Meeren oder am Strand – ja sogar in Kosmetika und Essen.

Obwohl die meisten Kunststoffe erst seit wenigen Jahrzehnten existieren, sind sie aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Doch mit Innovation gehen oft auch Probleme einher. Die kleine Wanderausstellung, die der BUND Gröbenzell zusammengestellt hat, klärt über die Belastungen unserer Umwelt durch Plastik auf und zeigt anschaulich, welche Alternativen es schon (wieder) gibt.

ACHTUNG: Im Info-Heft zur Klimawoche des Landkreises ist die Wanderausstellung mit „Plastik – Fluch oder Segen“ betitelt. Zudem eine kleine Korrektur zu den Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag, jeweils von 10 bis 18 Uhr (Dienstag und Donnerstag erweitert mit Exponaten) im Foyer des Bürgerhauses, Heilmannstraße 2.

 

 

Plastikfasten - nicht nur zur Fastenzeit

Weltweit werden geschätzt jährlich 200 bis 250 Millionen Tonnen Plastik hergestellt. Allein in Deutschland fallen jährlich pro Kopf 37 kg Kunststoffverpackungen an – deutlich mehr als der EU-Durchschnitt von 31 kg - und mit einem Verbrauch von 14 Millionen Tonnen im Jahr ist Deutschland „Europameister“.

Mindestens ein Viertel des hergestellten Plastiks sind Verpackungen. Allein 3.600.000.000 Plastiktüten werden in Deutschland jährlich verbraucht – mit einer durchschnittlichen Gebrauchsdauer von gerade einmal 25 Minuten. Die Kunststoffabfallmenge hat sich in Deutschland im Zeitraum von 1994 bis 2015 von 2,8 auf ca. 5,9 Millionen Tonnen pro Jahr verdoppelt. Recycelt werden – nach Berechnungen des Umweltbundesamtes - lediglich 46 Prozent des Plastikmülls, nach anderen Quellen noch viel weniger, nämlich 12 Prozent. Mindestens 53 Prozent werden „thermisch verwertet“, d.h. auf  gut Deutsch: einfach verbrannt. So gehen sie damit nicht nur der angestrebten Kreislaufwirtschaft für immer verloren, sondern es gelangen zusätzlich - teilweise - hochgiftige Substanzen in die Umwelt. 

Quelle: www.bund.net/chemie/achtung-plastik/plastikfasten/

Siehe auch unsere Rubrik "Verbrauchertipps" und für mehr Daten und Fakten über eine Welt voller Kunststoff den Plastikatlas:

www.bund.net/service/publikationen/detail/publication/plastikatlas-2019/



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