Für ein Tempolimit auf Autobahnen

In Deutschland gibt es eine Debatte über die Einführung einer allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen in Deutschland, auch um den klimaschädlichen Schadstoffausstoß (CO²) zu verringern. Vor einem Jahr waren nach dem ZDF-Politbarometer erst 50 Prozent für ein Tempolimit auf Autobahnen von 130 km/h. Das jüngste Politbarometer vom 7.2.2020 ergab nun: bereits 59 Prozent sprechen sich dafür aus, weitere 6 Prozent wären für ein Limit unterhalb von 130 km/h.

Nur noch ein Drittel (33 Prozent) aller Befragten lehnt eine Geschwindigkeitsbegrenzung ab, darunter mehrheitlich die Anhänger von AfD (54 Prozent) und FDP (56 Prozent).Nach einem Bericht der SZ vom 27.1.2020 will sich sogar der ADAC nicht mehr grundsätzlich gegen ein Höchsttempo auf deutschen Autobahnen stellen. Interne Umfragen unter seinen Mitgliedern haben ergeben, dass sich nur noch 50 Prozent dafür aussprechen, dass Deutschland als einziges Land Europas auf eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung verzichtet.

 Die CSU sammelt Unterschriften gegen ein Tempolimit auf den Autobahnen. Dabei ist die Mehrheit der Bürger*innen für ein Tempolimit. Nach einem Bericht der SZ vom 27.1.2020 hat sogar der ADAC - nach internen Umfragen unter seinen Mitgliedern - angekündigt, dass er nicht mehr dagegen kämpfen wird. Die Aktion der CSU ist gegen jeden Verstand! Darum hat die Deutsche Umwelthilfe eine neue Protestaktion aufgesetzt. Wir müssen uns wehren und weiter für den Klimaschutz und die Sicherheit der Menschen kämpfen.

Jetzt veröffentlichte Berechnungen des Umweltbundesamtes zeigen für ein Tempolimit von 130 km/h Einsparpotentiale an Treibhausgasen von 1,9 Mio. Tonnen (bei einem Tempolimit von 120 bzw. 100 km/h wären es sogar 2,6 bzw. 5,4 Mio. Tonnen). Da für die Umsetzung der Maßnahme kaum Kosten anfallen würden und die Minderungen nicht erst 2030, sondern bereits nächstes Jahr wirksam würden, sollte - so die Schlussfolgerungen der Umweltbundesamt-Experten - auf diese Maßnahmen nicht verzichtet werden - zumal gleichzeitig auch Lärm- und Schadstoffemissionen zurückgehen und die Verkehrssicherheit erhöht würden. Deshalb: nicht über 130 – uns allen zuliebe.

 https://www.duh.de/tempolimit-protest/

https://www.tagesschau.de/inland/tempolimit-umweltamtbundes-studie-101.html

spare-benzin.de/Fahrweise/Geschwindigkeit/Geschwindigkeitsbereiche/Geschwindigkeitsbereich.html

Unterstützen Sie auch die Petition von Michael Fritsch auf change.org

https://www.change.org/p/bundesministerium-f%C3%BCr-verkehr-und-digitale-infrastruktur-umweltschutz-tempolimit-130km-h-auf-autobahnen-f%C3%BCr-fahrzeuge-mit-verbrennungsmotor

* Bestellungen für den nicht-über-130- Aufkleber (bzw. Variante 110 - für die besonders Engagierten):  reparaturcafe.pullach@gmail.com

 


Vogelfütterung im Winter oder sogar ganzjährig - Sinnvoll oder überflüssig?

Die Medien sind voll von Meldungen über das erschreckende Ausmaß des Artensterbens und der Biodiversität in der heutigen Zeit. Die Ursachen sind vielfältig: der stark anwachsende Flächenverbrauch durch unsere Siedlungen, Gewerbe- und Erholungsgebiete, die Landwirtschaft und die Verkehrsinfrastruktur, verdrängt zunehmend die letzten noch einigermaßen intakten, naturbelassenen Lebensräume für Wildtiere und Pflanzen. Boden, Luft und Wasser sind vielerorts belastet durch diverse von Menschen eingebrachte Schadstoffe.

Schwere Zeiten auch für die Vögel - gerade im Winter, wenn sie noch weniger Nahrung finden als sonst in unserer weitgehend ausgeräumten Kulturlandschaft. Was liegt näher, als unser "Herz für Tiere" zu zeigen, indem wir z. B. die Wildvögel in unseren Gärten und Parks füttern.  Der Handel sieht ein Geschäft:  Supermärkte und Baumärkte bieten ein reiches Angebot an Futterhäuschen und Futtersilos,  Meisenknödeln und Kompositionen von Vogelfutter in allen Varianten, bis hin zur Herzform.

Natürlich ist uns klar, dass wir damit kaum die Überlebenschancen der Wildvögel in Feld und Flur verbessern oder gar etwas tun gegen den Artenschwund. Dies muss an anderer Stelle geschehen (z. B. durch politischen Druck auf die Entscheidungsträger bzw. die Unterstützung der Arbeit der Naturschutzverbände), aber deshalb sollten wir doch nicht das Füttern unserer Vögel im Garten unterlassen. Jedenfalls schadet es den Vögeln auch nicht, wenn wir immer darauf achten, die Futterstellen rein zu halten und nur geeignetes Futter zu verwenden.

Weitere Informationen:

Link zum LBV-Positionspapier Vogelfütterung

Link www.bund.net/bund-tipps/detail-tipps/tip/voegel-wenn-ueberhaupt-massvoll-fuettern/


Herbstlaub

So geht es auch! Der Einsatz von Laubbläsern/Laubsaugern schadet nicht nur der Umwelt, sondern hat auch Gesundheitsrisiken für die Menschen (Abgas-, Lärm- und Feinstaubbelastung) zur Folge.

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