Das Reparatur Café Pullach informiert

NächsterTermin*:

17.11.2020 in der Zeit von 16 bis 19 Uhr in der Jugendfreizeitstätte Freiraum², Jaiserstr. 2, Pullach.

* Die Veranstaltungen stehen unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung der Corona-Krise und den Entscheidungen der Politik. Zudem haben wir mit Rücksicht auf die Pandemie unsere Abläufe vorübergehend abgeändert, um Infektionen von Besucher*innen und Reparateure nach Möglichkeit auszuschließen (siehe unten).

Das Reparatur-Café Grünwald entfällt bis auf Weiteres.

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Seit einigen Jahren kommen im Reparatur-Café Pullach bzw. Grünwald jeden dritten Dienstag im Monat (außer im August) Leute zusammen, die - in geselliger Atmosphäre mit Kaffee und Kuchen) - versuchen, defekte Alltagsgegenstände gemeinsam mit ehrenamtlich tätigen Helfern zu reparieren. Das können elektrische und mechanische Haushaltsgeräte sein oder Unterhaltungselektronik, aber auch Fahrräder,Spielzeug, Schmuck oder andere Dinge. Mehr dazu weiter unten nach dem Anmeldeformular.

 

Für die Zeit der Corona-Pandemie gelten für das Reparatur Café Pullach folgende Regeln:

Schriftliche Anmeldung:

Wir bitten Sie, nicht spontan mit Ihrer kaputten Sache bzw. nicht mehr funktionsfähigem Gerät zum Termin zu kommen, sondern sich zuvor bei uns anzumelden. Wir haben hierfür ein Anmeldeformulareingerichtet (siehe unten), das Sie bitte ausgefüllt an uns weiterleiten. Bitte geben Sie auch an, was für eine Sache bzw. Gerät Sie mitbringen wollen. Sie erhalten dann von uns eine Bestätigung, in der wir Ihnen auch mitteilen, wann Sie das zu reparierende Teil am Nachmittag des Veranstaltungstages im Empfangsbereich abgeben können (sofern das Wetter es erlaubt, wird dies im Freien vor der Jugendfreizeitstätte sein, sonst drinnen im Vorraum). Bitte bringen Sie Ihren Mund-Nasen-Schutz mit.

Telefonische Benachrichtigung, wann Sie die Sache bzw. das Gerät abholen können:

Wir bitten um Verständnis, dass wir leider derzeit von unserer Praxis, dass der Besucher oder die Besucherin möglichst bei der Reparatur dabei ist, abweichen müssen. Auch der Café-Teil unserer Veranstaltung muss bis auf Weiteres leider ausfallen. Die Besucher*innen erhalten stattdessen telefonisch die Information, wann sie ihre Sache wieder abholen können.

Wir bitten darum, die Sachen ausnahmslos auch wirklich bis zum Ende der Veranstaltung abzuholen, weil wir keine Lagerhaltung betreiben können und wollen.

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Sichere Datenübertragung: Ihre Daten werden verschlüsselt versendet, wir gehen verantwortungsvoll damit um und geben sie nicht an Dritte weiter. Datenschutzerklärung

Gesucht: 3.000 defekte Geräte für Reparaturstudie

Für die Reparaturstudie „EffizientNutzen“ werden bis Jahresende bis zu 3000 defekte Geräte gesucht, die im Rahmen der Studie zur - kostenlosen - Reparatur eingereicht werden. Gerade wenn eine Reparatur im Reparaturcafé aus Komplexitätsgründen oder aufgrund fehlender Ersatzteile (oder coronabedingt) nicht stattfinden kann – mit Geräten der Kategorie Unterhaltungselektronik ist eine Teilnahme an der Reparaturstudie möglich.

Die Studie will untersuchen, wie Reparaturdienstleistungen attraktiver werden können – für Verbraucher*innen einerseits, aber auch aus wirtschaftlicher Perspektive für die Herstellenden – damit mehr und mehr Weiternutzung statt Neukauf ins Bewusstsein rückt.
Für den Reparaturteil der Studie haben sich die Technischen Universitäten Braunschweig und Clausthal mit der Robert Bosch GmbH zusammengetan, die die Reparaturen durchführt. Die Beteiligten versprechen sich Erkenntnisse, um Reparierbarkeit zu verbessern, aber auch um daraus präzisere Anforderungen für mehr Reparatur an Hersteller und Politik zu formulieren. Am Ende sollen Lösungsansätze zur Verfügung stehen, die Produktkreisläufe erweitern und die Möglichkeiten von Mehrfachnutzungen aufzeigen.

Wie können Verbraucher*innen mitmachen?

Für das vom Bundesministerium für Forschung und Bildung geförderte Projekt können folgende Geräte aller Marken eingesendet werden:

  • Hifi/Audio-Geräte wie Plattenspieler, Verstärker, Blueray-Recorder,
  • elektronische Musikinstrumente wie beispielsweise Keyboards,
  • elektronisches Spielzeug,
  • Spielekonsolen,
  • TV-Bildschirme.

Nicht eingesendet werden können: Laptops, Handys und Kameras sowie Haushaltsgeräte oder Werkzeuge.

Die Reparatur wird auf der Website des Forschungsprojekts angemeldet. Der Teilnehmende erhält eine kostenfreie Paketmarke für den Versand des defekten Gerätes und beantwortet forschungsrelevante Fragen. Das Gerät wird nun an die Robert Bosch GmbH geschickt und dort repariert. Bei Rückfragen zur Reparatur oder zum Einbau von Ersatzteilen wird der Geräteeigentümer kontaktiert und das Gerät schließlich zurückgesandt – im besten Fall natürlich repariert! Es entstehen keine Kosten für Reparatur oder Versand.

 

Hier sind alle Informationen zur Teilnahme und Anmeldung zusammengefasst: www.effizientnutzen.de/teilnahme

Reparaturcafés können auf ihren Veranstaltungen ebenfalls gerne auf die Studie hinweisen. Eine Flyervorlage zum Ausdrucken und Auslegen vor Ort gibt es hier.

Weitere Informationen auf der Website des Forschungsverbundes.

Über das Forschungsprojekt “EffizientNutzen”:
„EffizientNutzen“ ist ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, das darauf abzielt, die Lebens- und insbesondere Nutzungsdauer von Elektronik- und Elektroprodukten signifikant zu erhöhen. Hierfür müssen Anforderungen an Kreislaufwirtschaftskonzepte, Reparatur- und Neuvermarktungsstrategien auf ihre ökonomischen und ökologischen Vorteile hin bewertet und effizient miteinander verknüpft werden. Reparatur als Dienstleistung und die Neuvermarktung gebrauchter Produkte im Rahmen von Produkt-Service-Systemen spielen hierbei eine zentrale Rolle.
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft – Innovative Produktkreisläufe“ (ReziProk) innerhalb des Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA).
Projektpartner: Technische Universität Braunschweig, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF) und Institut für Automobilwirtschaft und Industrielle Produktion (AIP); Technische Universität Clausthal Institute for Software and Systems Engineering (ISSE); Robert Bosch GmbH, TEQPORT Services GmbH; Circular Economy Research (CER); RITTEC Trade + Consulting GmbH & Co. KG.

https://www.reparatur-initiativen.de/post/gesucht-defekte-geraete-fuer-reparaturstudie

 


Reparatur-Café - was ist das?

In einem Reparatur-Café kommen Leute zusammen, die in geselliger Atmosphäre versuchen, defekte Alltagsgegenstände gemeinschaftlich zu reparieren - das können elektrische und mechanische Haushaltsgeräte oder Unterhaltungselektronik sein, aber auch Fahrräder, Spielzeug, Schmuck oder andere Dinge. 

Reparatur-Cafés stehen allen Bürgerinnen und Bürgern in der Region offen und arbeiten nicht-kommerziell nach dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe". Sie treffen dort - bei Kaffee und Kuchen, wobei einige auf regional hergestellte bzw. Fairtrade-gehandelte Produkte achten - auf erfahrene Helfer (vom fachkundigen Bastler bis zum hilfsbereiten Profi). Alle Mitarbeiter wollen damit aktiv den Gedanken der Nachhaltigkeit in unserer immer mehr von grenzenlosem Konsum und Rohstoffverbrauch beherrschten Gesellschaft verbreiten sowie soziale Kontakte fördern.

Das Reparieren von defekten Geräten und Sachen macht Spaß. Man lernt beim Suchen und anschließenden Beseitigen des Fehlers oft nicht nur selbst etwas dazu, sondern freut sich auch daran, wenn man seine Kenntnisse und Erfahrungen an andere Menschen weitergeben kann.

Reparatur-Cafés verfügen über keine Werkstatt-Ausstattung und verstehen sich nicht als "kostenlose" Konkurrenz zu lokal vorhandenen gewerblichen Reparaturbetrieben. Vielmehr geht es darum, die Nutzungsdauer von Gebrauchsgütern zu verlängern, und die endlichen Rohstoffvorräte auf unserer Erde zu schonen. Gerade industrielle Hersteller werfen zunehmend Billigprodukte auf den Markt, die auf Verschleiss getrimmt sind. Wenn diese dann schon nach relativ geringer Nutzungsdauer nicht mehr funktionieren, ist eine Reparatur nicht mehr "wirtschaftlich" oder oft auch gar nicht vom Hersteller vorgesehen und damit sehr aufwändig oder gar unmöglich. Die Folge ist, dass immer weniger Leute wissen, wie man etwas repariert, und es kaum noch Reparaturbetriebe gibt. Wenn die Gewährleistungsfrist abgelaufen ist, heisst es dann nur noch: Wegwerfen und neu kaufen.

Das ist für uns Konsumenten teuer und es schadet der Umwelt. Das Motto der Reparatur-Cafés ist daher: Wegwerfen? Denkste!

Reparatur-Cafés finden regelmäßig in gewissen Abständen - zumeist monatlich oder vierteljährlich - statt. Getragen werden sie durch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Spendenbereitschaft der Besucherinnen und Besucher.

 

 Wie oft findet das Reparatur-cafÉ Pullach statt?

Jeden dritten Dienstag im Monat (außer August),

im monatlichen Wechsel mit dem Reparatur-Café Grünwald, mit dem wir eng zusammenarbeiten. Kontaktadresse:reparaturcafe.gruenwald@t-online.de

Bitte beachten Sie - auch wegen eventueller Terminänderungen - die Veröffentlichungen in der Tagespresse (SZ, MM), im Isar-Anzeiger, im Internet, in den sozialen Medien und die Plakatierung auf den Ortstafeln. 

 

Was Sie zum Reparatur-CafÉ Pullach bzw. Grünwald mitbringen können:

Alle kaputten Sachen, wie Elektro-Kleingeräte, Spielzeug, Fahrräder, Lampen, Handys, Laptops, Schmuck, Unterhaltungselektronik (möglichst mit Schaltplänen - soweit vorhanden). Aus sicherheitstechnischen Gründen müssen wir bei manchen Gerätegruppen wie Fernseher und Mikrowellen die Annahme zur Reparatur ablehnen.

Wir bitten um Verständnis, dass wir in der Regel, insbesondere bei starkem Besucherandrang, nur je eine Sache pro Besucher annehmen können und den zeitlichen Aufwand für die einzelne Reparatur entsprechend limitieren müssen.

 Kontaktadresse für weitere Informationen: reparaturcafe.pullach@gmail.com


Umfrage-Ergebnis unter den Reparatur-Initiativen Anfang 2020

Wie das Netzwerk Reparatur-Initiativen mitteilt,  gab es 2014, als es seine erste und bisher einzige Umfrage durchgeführt hat, rund 100 Reparatur-Initiativen deutschlandweit. Inzwischen ist das Netzwerk auf rund 1000 lokale Reparaturgemeinschaften angestiegen. Heute wird also zehn Mal so viel ehrenamtlich und gemeinsam repariert und nur ein sehr kleiner Anteil an Reparaturprojekten hat in den letzten Jahren seine Tätigkeit wieder aufgegeben.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Das Netzwerk wächst, das Format des gemeinsamen Reparierens hat sich bewährt, manche Fragen sind offen, wie z.B.: Wie kommen mehr junge Leute in die Reparatur-Initiativen und wann kommt das Recht auf Reparatur?

bitte weiterlesen unter dem link:

https://www.reparatur-initiativen.de/post/reparatur-initiativen-im-jahr-2020


Angebot an alle Nutzer von Windows 7

Seit dem 14. Januar 2020 stellt Microsoft für die Nutzer seines Betriebssystems Windows 7 keinen Support mehr zur Verfügung, liefert auch keine weiteren Sicherheitsupdates. Und das, obwohl dieses Betriebssystem weltweit noch auf über 25% der PCs genutzt wird.

Windows 7 kann zwar auch ohne die Sicherheitsupdates genutzt werden. Aber auch wenn Virenscanner und andere Programme noch regelmäßig mit Updates versorgt werden, entstehen künftig an anderen Stellen gravierende Sicherheitslücken. Es kann dann passieren, dass Daten ausgespäht oder Festplatten durch Angriffe verschlüsselt werden und so Daten unwiederbringlich verloren gehen. Wenn man keine wichtigen Daten oder Fotos auf dem Rechner hat, ihn nicht zum Online-Banking nutzt und sowieso nur selten online ist, mag das gehen. Ansonsten sollte man sich nach einer Alternative umsehen.

Genau genommen gibt es drei sichere Möglichkeiten:

- den Rechner weiter nutzen, aber nicht mehr damit ins Netz gehen,

- den Rechner auf Windows 8 oder 10 aufrüsten. Aktuell ist das noch kostenlos möglich. Aber das       funktioniert nur, wenn die Performance, also die technischen Voraussetzungen des Computers, ausreicht oder

- das freie Betriebssystem Linuxnutzen.

 

Wie funktioniert das Umrüsten auf Linux?

Es braucht hier keinen Profi, auch interessierte Laien sind hierzu in der Lage:  Man lädt sich das Betriebssystem seiner Wahl aus dem Netz herunter (z. B. Linux Mint Cinnamon) und erstellt damit einen startfähigen USB-Stick. Dann wird der Rechner ausgeschaltet, der USB-Stick an den umzurüstenden Rechner gesteckt und der Computer wieder hochgefahren. Im Idealfall startet er direkt vom USB-Stick die Linux-Variante.

Startet der Rechner stattdessen Windows wie früher, wieder ausschalten und die Einstellungen im Bios („basic input/output system”) so setzen, dass USB unter Boot-Optionen vor der eingebauten Festplatte steht. (Das Bios lässt sich in der Regel anwählen, in dem man kurz nach dem Start die F2- oder F9-Taste drückt.) Dann versucht man es erneut.

Meist startet Linux Mint dann problemlos vom USB-Stick. So kann man das Betriebssystem ausprobieren, ohne etwas am Rechner zu verändern. Möchte man dann Linux installieren, klickt man auf das CD-Icon auf dem Desktop und startet damit den Installationsvorgang. Andernfalls kann man den USB-Stick nach dem Herunterfahren einfach wieder entfernen.

Sowohl Windows 7 als auch Linux lassen sich nebeneinander auf dem Rechner nutzen, wenn für beide ausreichend Festplatten-Platz vorhanden ist. So ist es auch möglich, offline unter Windows 7 bekannte Programme weiter zu nutzen und nur für Online-Arbeit auf Linux zuzugreifen. (Beim Starten des Rechners kann man wählen, welches Betriebssystem gestartet werden soll.)

 Linux ist ein kostenloses Betriebssystem (Open Source), und greift – anders als Windows 10 – keine privaten Daten ab. Updates werden über eine zentrale Instanz eingespielt. Über eine Art AppStore können zudem weitere Programme sicher geladen werden – und nicht, wie bei Windows, einfach aus dem Netz. Linux braucht deutlich weniger Speicherplatz als Windows, auch gibt es immer Linux-Versionen, die speziell für ältere Rechner geschrieben wurden – also noch schlanker sind. Zudem gibt es praktisch keine Virengefahr für Linux-Rechner. 

Wer Unterstützung beim Umrüsten seines Rechners braucht, kann sich an unser Reparatur Café wenden. Nächster Termin in Pullach: 18. Februar 2020.

Zur besseren Planung ist hier eine Voranmeldung per E-Mail erforderlich. Zudem sollten Sie vorab von den Dateien auf Ihrem Rechner eine Sicherungskopie gemacht haben Bitte auch einen USB-Stick mitbringen.

 

Ansonsten sind Maker- und Hackerspaces mögliche Anlaufstellen und im Internet finden sich viele Linux-Gruppen, die sicher gerne behilflich sind:
groups.google.com/group/de.comp.os.unix.linux.misc
groups.google.com/group/de.comp.os.unix.linux.hardware.

 

Weitere Infos online:

Hilfeseiten und Usergroups dazu:www.ubuntuusers.de; www.linuxmintusers.de

www.Linuxmint.com; https://wiki.ubuntuusers.de/Einsteiger/

UserGruppen in Deutschland: https://linuxwiki.de/LugsInDeutschland

Zur Installation:

https://www.pcwelt.de/ratgeber/Linux-Mint-installieren-8852470.html

 

Dieser Text basiert auf einem Artikel im SPLITTER 1/2010 aus dem Netzwerk Reparatur-Initiativen (siehe unter "Aktuelles")

Hans-Werner Thürk



Internationales Fixfest vom 20- bis 22.9.2019 in Berlin

#repairforfuture - unter diesem Motto startete das Fixfest 2019 bereits am Freitagmittag, als sich eine Gruppe TeilnehmerInnen dem weltweiten Klimastreik anschloss und mit tausenden Streikenden auf den Straßen von Berlin für Klimaschutz demonstrierte.

 

Kyle Wiens (USA) bei seinem Vortrag
Ugo und Janet von Restart in London
Prof. Paech bei seinem Vortrag

Dass das Reparieren einen wichtigen Beitrag zu länger lebenden Produkten, aber auch zur Wiederaneignung von Konsumgütern sowie zu sozialem wie emotionalem "Heilemachen" leistet, zog sich durch das gesamte Programm des Fixfest-Wochenendes in der Technischen Universität in Berlin, das nach dem ersten internationalen Reparaturfestival 2017 in London stattgefunden hat, und die von der englischen Version der Reparaturszene namens "Restart" organisiert wurde.

Vielfältige Perspektiven und produktive Kontraste prägten das Reparaturfestival: 250 Teilnehmende von allen fünf Kontinenten (z. B. aus den USA, Südafrika, Indien, Hongkong) tauschten sich aus zur Zukunft der Reparatur, planten die Fortführung der right-to-repair-Kampagne, philosophierten über die geistesgeschichtlichen Entwicklungen des Reparierens und diskutierten mögliche Synergien und Kooperationen (Reparaturbewegung + Hackerszene/Re-Use/Wertstoffhöfe/Schulen...). Prof. Niko Paech hielt einen Vortrag über Reparatur in der Postwachstumsgesellschaft. Workshops behandelten u.a. Reparaturen mit dem 3D-Drucker, das Drucken bzw. Upgraden von kaputten Sneakers und Turnschuhen. Sie thematisierten kritische Rohstoffe in Smartphones. Stricktextilien konnten vor Ort repariert und Nähmaschinen in Stand gesetzt werden.

Hier trafen lokal agierende OrganisatorInnen und ReparaturhelferInnen aus Reparatur-Initiativen auf KampagnenmacherInnen und LobbyistInnen, die sich in Brüssel für das Recht auf Reparatur stark machen.

 

Videoaufzeichnungen der Beiträge, Präsentationen aus den Workshops etc. stehen auf der Webseite des Netzwerks reparaturinitiativen.de zur Verfügung 


Neues vom Reparatur Café Pullach

Die Ortsgruppe des Bund Naturschutz lädt erstmals ein zum  Reparatur-Café in den Wertstoffhof der Gemeinde Pullach am

                                   Freitag, den 28. Juni 2019, 14 bis 17 Uhr.

Während der Öffnungszeit des Wertstoffhofs werden wir – in kleiner Besetzung und ohne Café-Bereich – in einer Ecke vor der Wertstoffbörse bereitstehen, um Sachen und Geräte, die Besucher*innen mitbringen, auf ihre Reparierbarkeit zu prüfen und nach Möglichkeit wieder instand zu setzen.

Wir hoffen, mit dieser Aktion nicht nur unseren Bekanntheitsgrad in Pullach zu steigern, sondern wollen auch unsere Nähe zur Thematik „Abfallvermeidung und Recycling“ demonstrieren. Umweltthemen wie die drohende Klimakatastrophe, das Artensterben in der Natur, die Belastung der Luft und der Böden mit Schadstoffen haben – gerade jetzt nach den Europawahlen – Hochkonjunktur. Vielfältig sind auch die Probleme mit der sogenannten „Entsorgung“ unseres Wohlstandsmülls. Plastikverpackungen und andere langlebige Kunststoffe vermüllen zunehmend die Weltmeere, den Elektronikschrott will uns kaum noch ein Land abnehmen. Abfall zu vermeiden, wo es nur geht, wäre wohl unstrittig nun die Devise.

Hier setzen wir mit unseren bescheidenen Mitteln an, um die Nutzungsdauer der Dinge, die unsere Industrie unter Einsatz der auf der Erde zu Ende gehenden Ressourcen produziert, nach Möglichkeit zu verlängern. Und wenn ein Gerät wirklich nicht mehr mit vernünftigem Aufwand zu reparieren ist, sollte es zumindest so ausgeschlachtet werden, dass seine noch funktionsfähigen Teile zur „Rettung“ anderer Geräte dienen können, die sonst auch im Abfall landen müssten (ein Artikel im letzten SZ-Magazin hat die Problematik sehr schön am Beispiel eines Laptops gezeigt, an dem lediglich das Display des Monitors zersplittert war).

Wir planen nun, in Abstimmung mit der Gemeinde, unser Tätigkeitsfeld auszuweiten: Wie vielleicht bekannt ist, werden alle elektrischen Geräte, die im Wertstoffhof von den Pullachern abgegeben werden, daraufhin geprüft, ob sie noch funktionsfähig und sicherheitstechnisch in Ordnung sind. Ist dies der Fall, gibt sie der damit beauftragte Mitarbeiter der Fa. Elektro-Kilger für die Wertstoffbörse frei, wo sie dann für wenig Geld von den Besucher*innen des Wertstoffhofs erworben werden können. Stellt der Prüfer fest, dass ein Gerät zwar Mängel hat, diese aber mit relativ wenig Aufwand zu beheben wären, könnten unsere Reparateure sich um deren Instandsetzung kümmern und so das Angebot nach erneuter Prüfung durch das Fachpersonal in der Wertstoffbörse noch erweitern.

Die nächsten Termine der Reparatur-Cafés Pullach vor der Sommerpause im August:

Dienstag, 16. Juli, 16 bis 19 Uhr, Jugendfreizeitstätte Freiraum², Jaiserstr. 2, Pullach

Donnerstag, 18. Juli, ab 13.30 Uhr, Stand auf dem Kirchplatz – im Rahmen der  Auftaktveranstaltung der Klimawoche des Landkreises


Das Reparatur Café Pullach geht ins 3. Jahr

Das Reparatur Café Pullach hat Ende letzten Jahres seinen zweiten Geburtstag gefeiert und geht nun ins dritte Jahr seines Bestehens. Wir haben uns mittlerweile gut in Pullach etabliert und einen festen Mitarbeiterstamm gewonnen mit dem wir in der Lage sind, auch noch das Reparatur Café Grünwald personell zu unterstützen. Dennoch suchen wir weiterhin ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die Lust haben, sich – zusammen mit den Besuchern und den anderen Helfern - den vielfältigen Herausforderungen bei der Reparatur kaputter Alltagsgegenstände zu stellen, bei der Organisation z.B. im Café-Bereich mitzuhelfen oder uns mit einer Sachspende (selbst gebackenen Kuchen oder Kekse) zu erfreuen. Nur so können wir weiter wachsen und einen nennenswerten Beitrag im Kleinen leisten, nicht nur zum Schutz unserer Umwelt sondern auch zum gemeinschaftlichen Miteinander in Pullach.

Als Ortsgruppe des Bund Naturschutz in Bayern liegt uns der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen sehr am Herzen. Über die Berichte in den Medien sind wir aufgerüttelt  vom dramatischen Rückgang der Artenvielfalt. Wir erfahren es selbst in unserer näheren Umgebung. Wer jetzt z.B. Futtersilos in seinem Garten aufhängt und erwartet, dass er bald die ganze Palette der bei uns überwinternden Vögel zu Gesicht bekommt, wird wohl enttäuscht werden. Die letzte Zählung der Wintervögel, die der Landesbund für Vogelschutz bundesweit durchgeführt hat, belegt mit Zahlen, dass schon so manche Vogelart in unseren Gärten – zumal im Großraum München - selten geworden ist, weil ihre natürlichen Lebensräume und Nahrungsquellen mehr und mehr verschwinden (die SZ berichtete darüber in ihrer Ausgabe vom 25.1.2018).

Schon beim letzten Reparatur Café Pullach haben wir unseren Besucherinnen und Besuchern mitgeteilt, dass die gesamten Spenden in den Vogelschutz fließen. Auch beim nächsten Reparatur-Termin in der Jugendfreizeitstätte  Freiraum² in der Jaiserstr. 2 in Pullach am

Dienstag, den 20. Februar 2018, 16 bis 19 Uhr,

sammeln wir wieder Spenden, die wir in den Vogelschutz investieren wollen. So wollen wir Baumaterial einkaufen und

      am Nachmittag des 3. März 2018 in der Holzwerkstatt der Jugendfreizeitstätte                              Nistkästen für Vögel bauen,

die wir dann zum Beginn der Brutsaison auf dem Gemeindegebiet aufhängen und weiter betreuen wollen. Auch hierfür suchen wir noch freiwillige Helferinnen und Helfer.

 

Kontakt: reparaturcafe.pullach@gmail.com

Hans-Werner Thürk