Zur Startseite

Agenda Pullach 2030

Urbane Gärten - seit 2017 in Pullach

Vorläufer des Agenda Pullach 2030 Projekts

Nach einem Bericht unserer Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund auf der Webseite der Gemeinde hat unser Gemeinderat im Frühjahr 2017 über den Antrag der Agenda 21 positiv abgestimmt: Pullach soll als eine der ersten Kommunen in Bayern Urbane Gärten erhalten. Wohnungsbaugesellschaft und Gemeindeverwaltung ließen dann im Herbst 2017 am Grundelberg zwei und in der Vormbrocksiedlung drei große Gemüsebeete aufstellen. Rechtzeitig vor dem Frost, damit dieser Humus und Kompost in den Wintermonaten gut durchfrieren konnte, damit die Pullacher „Gemeinschaftsgartler“ direkt vor der eigenen Haustür zum Start im Frühjahr 2018 optimale Bedingungen vorfanden. Doch was sind eigentlich Urbane Gärten?

Die Grundidee der Urban-Gardening-Bewegung sind kommerzfreie Naturräume für alle. Dafür sollen ungenutzte öffentliche Rasen- und Brachflächen in eigener Regie von Bürgerinnen und Bürgern mit öffentlicher Unterstützung in grüne und gleichzeitig lebensfreundliche Umgebungen umgewandelt werden. Die frischen Beete auf den Grundstücken der Wohnungsbaugesellschaft stehen also nicht in der Tradition von scharf abgegrenzten Kleingartenanlagen, sie sind der Anfang vonBürgergärten.

Diese sollen als gemeinschaftliche Treffpunkte auch zeigen, wie man sich gesund ernährt und wie wertvoll und nachhaltig lokale Lebensmittel direkt vor der eigenen Wohnung sind. Dafür stellen wir Gemeindegrund zur Verfügung und hoffen, dass Sie unser Angebot annehmen und das Projekt zukünftig mit Rat und Tat erfüllen. Besonders würde es mich freuen, wenn Eltern ihren Kindern den Umgang mit der Natur wieder näherbringen würden und gemeinsam erleben, wie viel Spaß es macht, beispielsweise selbst angebautes Gemüse zu ernten.

Symbolisch wurde für die ersten Beete am Grundelberg mit allen Verantwortlichen ein Spatenstich durchgeführt, aus welchem nicht wie sonst üblich ein Betonbau entstehen wird, sondern eigene Nahrungsmittel.

 


Projektgruppe Solidarische Landwirtschaft

Auf dem Weg zur Gründung einer Genossenschaft

Nach dem Konzept einer solidarischen Landwirtschaft tragen mehrere private Haushalte gemeinsam (z.B. in Form einer Genossenschaft) die gesamten Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs (Pacht, Materialkosten und Löhne), wofür sie im Gegenzug die Erträge erhalten, also die Ernte unter sich aufteilen. Die TeilnehmerInnen einer Projektuntergruppe "Nachhaltiger Konsum" von der Pullacher Agenda 2030 zusammen mit der Bürgerkraft Isartal e.V. aus Baierbrunn/Schäftlarn/Icking planen, eine solche Solidarische Landwirtschafts-Genossenschaft zu gründen und, übergangsweise bis diese dann den Betrieb aufnimmt, die Belieferung ihrer Mitglieder mit Gemüsekisten aus der Region zu organisieren. 

Schritt 1: Ab 14.4.2021 bis vorläufig Ende des Jahres packen mittwochnachmittags reihum Mitglieder der Initiative bei dem Kooperationspartner, der Gärtnerei Weidenkams (Demeter Gärtnerei), etwa 30 Gemüsekisten ab und tranportieren diese zu den derzeit  vorgesehenen  4 Verteilstationen in Icking, Schäftlarn, Baierbrunn und Pullach (jeweils in Garagen von Mitgliedern). Dort holen die Mitglieder, die Kisten bestellt haben, diese innerhalb eines Tages von der nächstgelegnene Verteilstation ab. Eine Kiste kostet in einer Woche ca. 15 € (Gemüse) +3,75€  (Verwaltung und Transportkosten). 

Voraussetzung, mitmachen zu können, ist eine Mitgliedschaft im Verein Bürgerkraft Isartal e.V. (https://www.buergerkraft-isartal.de)

Die Anmeldefrist für den Bezug von Gemüsekisten endete am 15.03.2021: Wer Interesse hat, kann sich in die Warteliste eintragen auf der Homepage https://solawi-isartal.de/kontakt/ . Möglicherweise wird in ein paar Monaten die Gemüsekistenzahl noch einmal aufgestockt.

 

Schritt 2: Noch in diesem Jahr soll eine SoLaWi-Genossenschaft gegründet werden. Hierfür wird  intensiv nach landwirtschaftlichen Flächen (mindestens ca. 2-3 Hektar) im Isartal gesucht, um - mit Hilfe angestellter Gärtner*innen - Gemüse anzubauen, für  die Versorgung von bis zu 400 Haushalten mit frischem Gemüse - regional, saisonal, biologisch und solidarisch. Die Ernte wird unter den Genoss*innen der SoLaWi-Isartal, die auch das Risiko aufgeteilt. Für Hinweise auf geeignete und freie landwirtschaftliche Flächen in der Region ist die Initiative dankbar.

Wer Interesse hat, beim Aufbau der Genossenschaft mitzumachen bzw. Mitglied zu werden bitte auch hier melden: https://solawi-isartal.de/kontakt/ oder telefonisch kontaktieren:

Ella von der Haide (Pullach 2030: Projektgruppe „Konsum“) Tel.: 017634712921

und Peter Tilmann, zweiter Vorstand BKI e.V. Tel.: 01795017417