Es geht bei der Wiederverwendbarkeit aber nicht nur darum, Wegwerfware zu vermeiden, sondern v.a. auch darum, haltbare Qualität zu kaufen, sobald etwas ersetzt werden muss.

Wie kann ich jetzt aber ganz konkret möglichst viel wiederverwenden – wenn ich es schon nicht ablehnen oder reduzieren kann? (Hierbei beziehe ich mich größtenteils auf Tipps aus dem Buch „Glücklich leben ohne Müll“ von Bea Johnson.)

- Müllintensiven Konsum vermeiden 

Auf Verpackungen kann verzichtet werden, wenn ich „Wiederverwendbares“ zum Einkaufen mitnehme und Einweg- durch Mehrwegprodukte oder wiederauffüllbare Alternativen ersetze. Leere Marmeladengläser schmeiße ich nicht weg, sondern nutze sie für selbst gekochte Marmelade oder lasse sie mir im Lebensmittelgeschäft mit Oliven oder frischem Brotaufstrich befüllen.

- Checkliste Grundausstattung Wiederverwendbares:   

Einkaufstaschen, isolierte Becher mit weitem Rand, Vorratsgläser, Flaschen, Stoffbeutel, Lumpen, Geschirrtücher, Stoffservietten, Stofftaschentücher, Akkus

 

- Ressourcenabbau verringern

Durch Teilen:

Was steht nicht alles bei uns allen zu Hause ungenutzt rum? Werkzeug, Rasenmäher, Häcksler, Schubkarren, Autos etc. Wir könnten es auch verleihen, ggf. privat vermieten oder auch tauschen. In der App „nebenan.de“ wird schon so Manches angeboten...

Durch Gebrauchtkäufe: 

Müssen wir alles neu kaufen? Wie wäre es mal, in Secondhand- oder Gebrauchtwarenläden, auf (Hof-)Flohmärkten oder im Internet bei Ebay oder Quoka Gebrauchtes zu kaufen?

Durch cleveres Einkaufen:

Beim Einkauf sollten wir darauf achten, dass wir wiederverwendbare/wiederbefüllbare/ wiederaufladbare/ reparierbare und haltbare Produkte kaufen.

- Lebensdauer der Dinge des täglichen Bedarfs verlängern

Durch Reparieren:

Wenn mal etwas kaputt geht, dann sollte man es auf keinen Fall gleich wegwerfen. Löcher in den Socken sollten frühzeitig gestopft werden. Hat das Radl einen Platten, kann man – wenn man das selbst nicht flicken kann – auch zum Reparaturcafé gehen und sich dort gegen eine kleine Spende helfen lassen. Wenn etwas Größeres defekt ist, kann man beim Hersteller nachfragen.

Durch Umdenken: 

(Hals-)Tücher können auch als Geschenkpapier umfunktioniert oder zum Transport von Zero Waste-Mahlzeiten verwendet werden. Haben Sie schon von Furoshiki gehört? Falls nicht, dann schauen Sie doch mal hier nach: www.familie.de/diy/110808/

Durch Zurückgeben:     

Wenn ich etwas in der Reinigung reinigen lasse, gebe ich den Drahtbügel und die Folie gleich wieder vor Ort zurück – beides kann problemlos wiederverwendet werden (Ich hoffe, das wird auch so gehandhabt). 

Durch Retten:     

Lieblingsschlafanzüge, die zerschlissen sind, können noch wunderbar umfunktioniert werden, indem aus ihnen wiederverwendbare Abschminkpads genäht werden (die sind dann auch schön weich). Alte, nicht mehr verwendbare Kleidung nehmen wir z.T. zum Putzen her.

Hier eine kleine Gegenüberstellung, was wir alles in unserem Alltag ändern könnten:

Stoffbeutel vs. Plastiktüte / Lappen oder Geschirrtuch vs. Küchenrolle / Teesieb vs. Teebeutel / French Press vs. Kaffeefilter / Rouladennadeln vs. Zahnstocher / Stoffservietten vs. Papierservietten / Stofftaschentücher vs. Papiertaschentücher / Einmachgläser oder Bienenwachstücher vs. Frischhaltefolie oder Gefrierbeutel / Glas- oder Metallstrohhalme vs. Plastikstrohhalme

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein paar neue Anregungen geben, die Sie vielleicht einmal ausprobieren möchten.