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Agenda Pullach 2030

Zu den Planungen der Gruppe "Urbanes Gärtnern" für 2022

Demnächst werden wir hier detaillierter berichten, was die Agenda-Gruppe Pullach 2030 für dieses Jahr plant. Es wird um "vertikales Gärtnern" auf öffentlichen Flächen (Kirchplatz, Bahnhof. Rathaus u.a.) gehen. Weiter trifft sie - in Abstimmung mit der Gemeinde - Vorbereitungen für den Aufbau eines "solidarischen Gemeinschaftsgartens" auf einer geeigneten Fläche in Pullach im kommenden Jahr.

Pullacher Naschhecken

Die Gruppe Urbanes Gärtnern von der "Agenda Pullach 2030" hat mit Unterstützung der Gemeinde im Frühsommer 2021 in der Nähe von Kindergärten und anderen öffentlichen Flächen Beeren-Sträucher angepflanzt. Sie hat ihr Projekt "Pullach in aller Munde"  genannt, was durchaus wortwörtlich zu verstehen ist - wenn an den Sträuchern reife Früchte hängen. Herr Wolfgang Baumgartner, stv. Leiter des Umweltamts, pflanzte die ersten sechs Sträucher (Beerenobst und eine Felsenbirne) im westlichen Teil des kleinen Parks am Wiesenweg.

 

 

 

Auch Mitglieder der Pullacher Vereine der Madln und Burschen haben sich gern beim Pflanzen engagiert. Im Nu waren die ersten Sträucher auf den Seitnerfeldern neben dem Parkplatz vor der katholischen Kirche in der Erde (Foto mit den Helfern, die beide Flo heißen). Wenn die Sträucher gut an diesem sonnigen Platz anwachsen, werden nicht nur die Kinder des Heilig-Geist-Kindergartens schon in den nächsten Jahren von den reifen Früchten naschen können.

Bis Anfang Juli folgten dann nach und nach die Pflanzungen

- im Bereich der Grünflächen entlang der Margarethenstraße, im Zugangsbereich der AWO-Kindertagesstätte Mäuseburg 

- am Zaun entlang nördlich vom Kindergarten Isarspatzen e.V.

- im oberen Bereich des Wöllner Bergls in der Nähe des Caritas Kindergarten St Ansgar in Großhesselohe

- am Zaun entlang hinter dem Boule-Platz auf der Maibaumwiese

- beim Kinderhort Rabennest - nördlich angrenzend an der Kreuzung Jaiser-/Johann-Bader-Straße.

 

 Weitere Aktionen im Rahmen dieses Projekts sind geplant:

- ein vertikal angelegtes Kräuterbeet im Innenraum der Rundbank auf dem Kirchplatz auf der der Apotheke gegenüber liegenden Straßenseite einrichten sowie

- als Zwischennutzung - auf dem Gelände des ehemaligen Herzoghauses, am Rand der Blühwiese, niedrige Hochbeete mit verschiedenen Kräutern anlegen,

- auf der Wiese westlich der Hans-Keis-Straße einen Muster-Garten mit Gemüsebeeten für die Allgemeinheit organisieren. Hierfür werden am Garteln interessierte Pullacherinnen und Pullacher gesucht (Kontakt: Pullach.in.aller.munde@gmail.com). 

"Pullach in aller Munde" legt Naschhecken an


Urbane Gärten - seit 2017 in Pullach

Vorläufer des Agenda Pullach 2030 Projekts

Nach einem Bericht unserer Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund auf der Webseite der Gemeinde hat unser Gemeinderat im Frühjahr 2017 über den Antrag der Agenda 21 positiv abgestimmt: Pullach soll als eine der ersten Kommunen in Bayern Urbane Gärten erhalten. Wohnungsbaugesellschaft und Gemeindeverwaltung ließen dann im Herbst 2017 am Grundelberg zwei und in der Vormbrocksiedlung drei große Gemüsebeete aufstellen. Rechtzeitig vor dem Frost, damit dieser Humus und Kompost in den Wintermonaten gut durchfrieren konnte, damit die Pullacher „Gemeinschaftsgartler“ direkt vor der eigenen Haustür zum Start im Frühjahr 2018 optimale Bedingungen vorfanden. Doch was sind eigentlich Urbane Gärten?

Die Grundidee der Urban-Gardening-Bewegung sind kommerzfreie Naturräume für alle. Dafür sollen ungenutzte öffentliche Rasen- und Brachflächen in eigener Regie von Bürgerinnen und Bürgern mit öffentlicher Unterstützung in grüne und gleichzeitig lebensfreundliche Umgebungen umgewandelt werden. Die frischen Beete auf den Grundstücken der Wohnungsbaugesellschaft stehen also nicht in der Tradition von scharf abgegrenzten Kleingartenanlagen, sie sind der Anfang von  Bürgergärten.

Diese sollen als gemeinschaftliche Treffpunkte auch zeigen, wie man sich gesund ernährt und wie wertvoll und nachhaltig lokale Lebensmittel direkt vor der eigenen Wohnung sind. Dafür stellen wir Gemeindegrund zur Verfügung und hoffen, dass Sie unser Angebot annehmen und das Projekt zukünftig mit Rat und Tat erfüllen. Besonders würde es mich freuen, wenn Eltern ihren Kindern den Umgang mit der Natur wieder näherbringen würden und gemeinsam erleben, wie viel Spaß es macht, beispielsweise selbst angebautes Gemüse zu ernten.

Symbolisch wurde für die ersten Beete am Grundelberg mit allen Verantwortlichen ein Spatenstich durchgeführt, aus welchem nicht wie sonst üblich ein Betonbau entstehen wird, sondern eigene Nahrungsmittel.