Einige von Ihnen haben vermutlich einen eigenen Garten, so dass es sicherlich ein Eck gibt, in dem Ihr Komposthaufen steht.

Vielleicht wohnen Sie aber in einer Wohnung mit Balkon und können Ihren Biomüll nicht auf einen Komposthaufen werfen. Dann gäbe es noch eine andere Möglichkeit... Haben Sie schon mal von Wurmkisten/Wurmkompostierern gehört, die man in der Küche aufstellen kann? Bei diesen kann man den Würmern sogar dabei zuschauen, wie sie den organischen Abfall zersetzen. Manche fänden das bestimmt sehr interessant ? Nicht nur Kinder... 

Im Internet gibt es jede Menge Anleitungen zum Selberbauen, z.B. diese hier: www.smarticular.net/wurmkiste-selber-bauen-bauanleitung-fuer-die-wurmfarm-auf-dem-balkon/

Wer keinen eigenen Komposthaufen nutzen möchte, hat natürlich immer noch die Möglichkeit, seinen Biomüll in die Biotonne zu werfen.

 

Kompostieren – (k)eine Wissenschaft!

Wie aus allem kann man auch aus dem Kompostieren eine Wissenschaft machen. Es gibt eine Vielzahl an Büchern, die man wälzen kann, wenn man die eigenen Küchen- und Gartenabfälle kompostieren möchte – welche Art ist am geeignetsten? Dabei gibt es verschiedene Faktoren, die bei der Entscheidung, welcher Kompost für Sie geeignet ist, berücksichtigt werden können:

  • die Kosten (manche Kompostier-Arten kosten sogar gar nichts),
  • der Ort (wo soll der Kompost stehen – in der Wohnung oder im Garten?),
  • die Ästhetik (manche schauen einfach scheußlich aus, andere fügen sich gut in die Umgebung ein), 
  • die Lebensmittelreste (was darf alles kompostiert werden? Nur Obst- und Gemüsereste, Küchen- und Gartenabfälle oder sogar Fleisch, Knochen und Milchprodukte?),
  • das Endprodukt (Kompost, Flüssigdünger),
  • die Mitarbeit (richtiges Verhältnis von Kohlenstoff und Stickstoff),
  • die Schädlinge (Ratten bspw. haben es meist auf Fleischreste u. Ä. abgesehen),
  • das Fassungsvermögen (abhängig von der Größe Ihres Haushalts und der Menge der zu kompostierenden Abfälle).

 

Wenn Sie also einen Kompost haben: was darf alles drauf?

Kaffeesatz, Teebeutel (inkl. Filter), Laub, Stauden- und Strauchschnitt, Fallobst, Küchenabfälle (Gemüsereste), Schnittblumen, zerdrückte Eierschalen (wenn man sie nicht zerkleinert, brauchen sie eine halbe Ewigkeit, bis sie zersetzt werden), Kleintierstreu, zerrissene Eierkartons können gut verteilt auf den Komposthaufen geworfen werden.

Rasenschnitt sollte nur dünn eingeschichtet werden, da sonst die Gefahr besteht, dass das Gras zu faulen beginnt.

Schalen von Südfrüchten enthalten oft pilzhemmende Mittel und brauchen deshalb sehr lange, bis sie sich zersetzen.

Unkraut sollte nur dann auf den Kompost, wenn es noch keine Samen gebildet hat. Wurzelunkräuter wie Giersch oder Quecke sollten in jedem Fall gut getrocknet sein, bevor sie auf den Kompost kommen.

Ein guter Kompost benötigt übrigens i.d.R. keine Zusätze. Hilfreich wäre lediglich das „Impfen“ mit schon angerottetem bzw. fast fertigem Kompost von einem anderen Komposthaufen, wenn man einen neuen Kompost aufsetzt. Damit erleichtert man dem Kompost den Start, indem ihm die zum Verrotten nötigen Mikroorganismen und Würmer bereits zugesetzt werden.