Vogelfütterung im Winter oder sogar ganzjährig - Sinnvoll oder überflüssig?

Die Medien sind voll von Meldungen über das erschreckende Ausmaß des Artensterbens und der Biodiversität in der heutigen Zeit. Die Ursachen sind vielfältig: der stark anwachsende Flächenverbrauch durch unsere Siedlungen, Gewerbe- und Erholungsgebiete, die Landwirtschaft und die Verkehrsinfrastruktur, verdrängt zunehmend die letzten noch einigermaßen intakten, naturbelassenen Lebensräume für Wildtiere und Pflanzen. Boden, Luft und Wasser sind vielerorts belastet durch diverse von Menschen eingebrachte Schadstoffe.

Schwere Zeiten auch für die Vögel - gerade im Winter, wenn sie noch weniger Nahrung finden als sonst in unserer weitgehend ausgeräumten Kulturlandschaft. Was liegt näher, als unser "Herz für Tiere" zu zeigen, indem wir z. B. die Wildvögel in unseren Gärten und Parks füttern.  Der Handel sieht ein Geschäft:  Supermärkte und Baumärkte bieten ein reiches Angebot an Futterhäuschen und Futtersilos,  Meisenknödeln und Kompositionen von Vogelfutter in allen Varianten, bis hin zur Herzform.

Natürlich ist uns klar, dass wir damit kaum die Überlebenschancen der Wildvögel in Feld und Flur verbessern oder gar etwas tun gegen den Artenschwund. Dies muss an anderer Stelle geschehen (z. B. durch politischen Druck auf die Entscheidungsträger bzw. die Unterstützung der Arbeit der Naturschutzverbände), aber deshalb sollten wir doch nicht das Füttern unserer Vögel im Garten unterlassen. Jedenfalls schadet es den Vögeln auch nicht, wenn wir immer darauf achten, die Futterstellen rein zu halten und nur geeignetes Futter zu verwenden.

Weitere Informationen:

Link zum LBV-Positionspapier Vogelfütterung

Link www.bund.net/bund-tipps/detail-tipps/tip/voegel-wenn-ueberhaupt-massvoll-fuettern/


Herbstlaub

So geht es auch! Der Einsatz von Laubbläsern/Laubsaugern schadet nicht nur der Umwelt, sondern hat auch Gesundheitsrisiken für die Menschen (Abgas-, Lärm- und Feinstaubbelastung) zur Folge.

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