Mithilfe bei der Biotoppflege in Pullach

Wiese am Brunnhaus
Wiese auf der Isar-Insel

Im Oktober steht wieder unsere Mithilfe bei der Biotoppflege

auf der Wiese am Brunnhaus anDer genaue Termin steht

noch nicht fest.                                                                                                         

Das Umweltamt informiert uns, sobald die Wiese vom Weißen

Raben gemäht wurde und wir die Fläche dann rechen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter beteiligen wir uns erstmals auch an der Biotoppflege einer

Wiese auf der Isar-Insel am südlichen Rand des Werksgeländes des Weißen Raben im Pullacher Gewerbepark in Höllriegelskreuth.

Dieses Biotop ist entstanden allein aufgrund einer Eigeninitiative eines Mitarbeiter des Weißen Raben, der es seit 2011 pflegt.

Dort sind inzwischen einige pflanzliche Raritäten zu finden.

Termin: Freitag, 11. Oktober und Samstag, 12. Oktober.

 

Interessenten melden sich bitte bei Elke Essmann,

Tel. 794443695

 




Blühendes Pullach

Wiese am Grundelberg
Wöllner Bergl 2018
Mai 2019: Nach der Bearbeitung
Wiese Mitte August 2019
Mäharbeiten im August 2019

Die Nachricht über das Artensterben weltweit und besonders auch in Deutschland hat viel bewirkt. Das überaus erfolgreiche Volksbegehren "Artenvielfalt - Rettet die Bienen" Anfang 2019 wurde zwischenzeitlich vom Bayerischen Landtag als Gesetz verabschiedet. Zielrichtung ist hier in erster Linie der Umbau der Landwirtschaft in Bayern - weg von einer zunehmend industriellen Landwirtschaft und hin zu einem naturnahen, ökologischen Landbau, der noch ausreichend Lebensraum für Fauna und Flora bietet.

Klar ist aber, dass auch die Kommunen bis hin zum privaten Gartenbesitzer zum Umdenken und Handeln gefordert sind. Nach Mitteilung der Gemeinde Pullach hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 19. März 2019 einstimmig beschlossen, verstreut über das gesamte Pullacher Gemeindegebiet circa 40.000 Quadratmeter stufenweise in bienen- und insektenfreundliche Blumenwiesen umzuwandeln. Damit soll die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren erhöht werden.

Die Gemeinde stellt dafür das Mähkonzept gemeindeeigener Wiesen um. Die Wiesen werden nur noch zwei Mal im Jahr gemäht. Außerdem wird heimisches Saatgut auf den Wiesen ausgesät:

Am Grundelberg,

beim Altenheim am Wiesenweg (vorgesehen),

am Bahnhofsvorplatz über der Tiefgarage,

im Birkenwäldchen gegenüber dem Rathaus,

im Westteil des Jakobusplatzes,

entlang der Wolfratshauser Straße,

im Ostteil des Friedhofs,

im Bereich der IEP-Zentrale und

am Wöllner Bergl.

Zunächst wurde eine externe Firma beauftragt. die Flächen zu fräsen. Denn der Boden muss für die Aussaat offen sein und die alte Grasnarbe entfernt werden. Die ersten Keimlinge erscheinen bei feuchter Witterung nach zwei bis drei Wochen. Manche hartschalige Samen keimen erst im nächsten Frühjahr aus. .

Bis sich eine Blühwiese voll entwickelt hat, dauert es meistens zwei bis drei Jahre. Gegenüber den sehr artenarmen Rasenflächen erhöht sich in diesen Blühwiesen allein die Anzahl der Wildblumen auf durchschnittlich 60, zum Teil geschützte Pflanzenarten. Diese Vielfalt bietet wiederum die Lebensgrundlage für zahlreiche Wildbienen, Schmetterlinge und Käferarten, die Nahrungs-            grundlage für Amphibien, Reptilien und Vögel sind. Wie das Beispiel des Wöllner Bergls zeigt, "arbeitet" die Natur sehr rasch. Nach dem Fräsen der Fläche im Mai sind schon Mitte August vielversprechende Ergebnisse zu besichtigen (siehe Fotos links).

Die Flächen werden im ersten Jahr etwa alle sechs bis acht Wochen gemäht. Denn in den Böden der Pflanzflächen keimen oft Samen unerwünschter Beikräuter und Gräser, die meist schneller wachsen als die Wildblumen. Deshalb führt die beauftragte Fachfirma regelmäßig einen sogenannten Schröpfschnitt durch, um die „Konkurrenzvegetation“ kurz zu halten.

Fotos sowohl von der Lage der einzelnen Flächen als auch ihren schon sichtbaren Veränderungen im August 2019 sind weiter unten zu sehen.

 

 

Noch eine Anmerkung:

Auch in privaten Gärten in Pullach kann viel getan werden, um die Artenvielfalt zu verbessern - z.B. einige der Samentüten am Empfang im Rathaus holen und aussäen. Langfristig ist noch mehr in der Richtung geplant. Es sollen beispielsweise auch größere Mengen an Saatgut für Privatgärten bereitgestellt werden. Weitere Anregungen für Menschen, die in ihrem Garten, auf dem Garagendach oder auf dem Balkon etwas gegen das Artensterben tun wollen:

 https://wir-tun-was-fuer-bienen.de/home.html

 

Lage der Flächen

Wöllner Bergl
Am Grundelberg
Am Brunnhaus
neben der Geothermie-Anlage
nördlich vom Gymnasium
Bahnhofvorplatz
auf dem Friedhofsgelände
Richard-Strauss-Straße
Birkenwäldchen
Am Jakobusplatz
Wolfratshauser Straße (südlich der Jaiserstr.)
Wolfratshauser Straße (mittl. Teil)
Wolfratshauser Straße (südl. Teil)

Impressionen von den Blühflächen im Sommer 2019

an der Wolfratshauser Straße
am Wöllner Bergl
nördlich vom Gymnasium

Zum Baumschutz in der Gemeinde Pullach

 

Der Bestand an Laub- und Nadelbäumen ist innerhalb der bebauten Ortsteile unserer Gemeinde geschützt. Denn nur so sorgen wir für ein grünes, belebtes Ortsbild. Zudem gilt natürlich: Je mehr Grün wir in unserer Gemeinde haben, desto mehr tun wir für den Umweltschutz.

Nach § 4 Baumschutzverordnung aus dem Jahr 2016 sind grds. geschützt

  • Laubbäume mit einem Umfang über 60 Zentimetern in 1 Meter Stammhöhe
  • Nadelbäume mit einem Umfang über 80 Zentimetern in 1 Meter Stammhöhe.

Die Baumschutzverordnung finden Sie hier.


Mithilfe bei der Biotoppflege der Mähwiese am Isarkanal

Unterhalb des Bürgerhauses liegt eine große Wiese am Isarkanal (beim Brunnenhaus rings um eine große Solitär-Thuja), die im Eigentum der Gemeinde Pullach steht. Obwohl sie als Lebensraumtyp eigentlich zu den Flachland-Mähwiesen gehört, wurde sie seit längerer Zeit nicht mehr gemäht. Dementsprechend verwilderte sie zusehends. 

Der "Weisse Rabe" wurde in diesem Jahr vom Umweltamt der Gemeinde mit der Biotoppflege beauftragt, um den Blüten- und Artenreichtum zu fördern - und damit auch die Vielfalt der Kleinlebewesen und Insekten. Die Mitglieder der BN-Ortsgruppe waren eingeladen, bei der Pflegemaßnahme zu helfen.

Am Morgen des 12. April 2017 bei strahlendem Sonnenschein meldete sich also die Ortsvorsitzende mit zwei älteren Mitgliedern der Ortsgruppe, die an einem Werktag Zeit hatten, zum Dienst an der Natur. Toni, der jahrelang für den LBV tätig gewesen war und sich als Experte in der hiesigen Pflanzen- und Tierwelt herausstellte, begrüßte uns als Mitarbeiter der Firma. Mit einem Balkenmäher begann er die Wiese zu mähen und unsere Aufgabe war es, das Mähgut zusammen zu rechen und an den Wiesenrand zu transportieren, wo es dann später mit dem LKW abgeholt und zu einer Biogasanlage gebracht werden sollte. Zudem waren allerlei abgebrochene Äste und morsche Stämme beiseite zu räumen. Am Nachmittag wurde dann noch die Hecke neben dem Radweg geschnitten und das Schnittgut kam auch auf den großen Haufen.

 

 

 

Unser Einsatz am 14. Juni 2017

Am 14. Juni wurde die Pflegemaßnahme fortgesetzt - erneut mit unserer Beteiligung. Toni zeigte Elke auf einem Rundgang zunächst, welche seltenen Pflanzen er schon auf der Wiese am Isarkanal entdeckt hat. Dann ging es wieder los mit Mähen und Schnittgut abtransportieren.

 

Und noch einmal am 9. Oktober 2017

 

Im Oktober wurden wir noch einmal zur Mithilfe gerufen und (fast) alle Aktiven kamen, um erneut Toni und seinen Leuten vom "Weißen Raben" beim Rechen und Aufhäufen des Schnittgutes zu helfen: Elke und Hans-Werner, die schon bei den früheren Einsätzen in diesem Jahr dabei waren sowie neu Birgit und Gabriele. 

Mit der dritten Mahd in diesem Jahr sollte die Wiese weiter ausgemagert werden in der Hoffnung auf eine Steigerung der Artenvielfalt bei den Pflanzen und Tieren in diesem Biotop.

Gesichtet haben wir dieses Mal einen Grasfrosch, eine Erdkröte und Feldmäuse. Nun sind wir darauf gespannt, was wir im nächsten Jahr finden werden.

Einige der Pflanzen, die dort wachsen