Die "Grünschnäbel" stellen sich vor

 Die Kindergruppe unserer Ortsgruppe nennt sich "Grünschnäbel". Es gibt sie seit etwa 8 Jahren und sie wird geleitet von Angi. Die Kinder sind zwischen 10 und 13 Jahre alt. 

Während die Grünschnäbel in früheren Jahren vor allem die umliegenden Wälder erkundete und an der Isar unterwegs war, besucht sie in neuerer Zeit auch mal ein Museum, oder nimmt an fachkundigen Führungen teil. Natürlich darf die Freude an und mit der Natur da nicht zu kurz kommen. Wichtig ist uns, den Kindern Wertschätzung und somit Mitverantwortung für den Erhalt einer gesunden Natur zu vermitteln.

 

Hier seht Ihr das Maskottchen, das sie "Obergrünschnabel" getauft haben.

 

 

 

 

 

Die Kinder lernen so die natürliche Umgebung unserer Gemeinde spielerisch kennen - und zuweilen unterstützen sie damit als "Plastikpiraten" sogar die Arbeit von Umweltforschern.So hat die Gruppe letztes Jahr (2017) sich intensiv mit Ufer und Wasserqualität der Isar befasst. Dazu haben sie den Abschnitt nördlich der Grünwalder Brücke untersucht.

 

 

Hier auf dem Bild hat ein Grünschnabel die Leiche eines Weberknechtes in der Hand, die er mit einem Sieb aus der Isar gefiltert hat.

Die Ergebnisse ihrer Feldforschung flossen ein in eine Studie über die Verbreitung von Plastikmüll an den deutschen Flüssen, initiiert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.                                                                                                                                                                                                                                                  Unter dieser Webadresse können die Ergebnisse eingesehen werden.

https://www.wissenschaftsjahr.<wbr />de/2016-17/mitmachen/junge-<wbr />wissenschaftsinteressierte/<wbr />plastikpiraten/plastikpiraten-<wbr />funddetail.html?tx_<wbr />wj1617plasticpirates_<wbr />discoverydetail%5Bdiscovery%<wbr />5D=381&tx_<wbr />wj1617plasticpirates_<wbr />discoverydetail%5Baction%5D=<wbr />show&tx_wj1617plasticpirates_<wbr />discoverydetail%5Bcontroller%<wbr />5D=Discovery&cHash=<wbr />302e7fd7c7633bbcc27bfcc4c57e5e<wbr />7f

 

Hierfür wurden sie mit einer Urkunde ausgezeichnet. 

 

Die Grünschnäbel treffen sich einmal im Monat, meist an einem Samstag Vormittag.

Kontakt: Angi Mayr,

Telefon 089/75968998

Mail: angi@spiegl.de

 


Rückblick auf die Treffen der "Schlaufüchse"

Unser Mai-Treffen war ganz dem Thema WETTER gewidmet.

Zuerst wurde uns die Funktion des Wetterhäuschens erklärt. Aber auch in der Natur wird uns allen immer und jederzeit angezeigt, wie das Wetter so werden wird: Wolken, Blüten, Zapfen, Tiere kündigen uns gutes oder schlechtes Wetter an – wir haben gelernt, wer uns welches Wetter anzeigt.

Anschließend haben die Schlaufüchse am eigenen Leib beim Wettermacher-Spiel den Regen gespürt, wie Spinnen sich unter Blättern Schutz gesucht haben, wie Eichhörnchen bei schönem warmem Sonnenschein von Ast zu Ast gesprungen sind, wie Schlangen über den Weg geschlängelt sind – der Phantasie der Kinder war keine Grenze gesetzt.

Und um dann etwas in die Gänge zu kommen, haben wir das Eidechsen-Greifvogel-Spiel gespielt. Die Eidechsen bekamen Tücher an die Hose gebunden, die der Greifvogel ihnen abziehen musste. Eine zweite Chance bekamen sie, indem sie ein kürzeres Tuch erneut angesteckt bekamen. Wurden sie dann gefangen, verwandelten sie sich in Greifvögel und mussten die übrig gebliebenen Eidechsen mit fangen.

Nach der Brotzeit in den Hängematten bei der Burg Schwaneck lernten wir die Bedeutung und Namen der unterschiedlichen Wolken kennen. Auch das Entstehen von Gewittern wurde uns erklärt. Zu Hause können wir ein Experiment nachholen, bei dem wir zwei aufgeblasene Luftballons an unserem Pullover reiben und in einem dunklen Raum aneinander halten. Dann müssten wir kleine Blitze sehen können, das Knistern wäre der leise Donner...

Beim Wolkenhaus-Spiel ging es schließlich darum, die Wolkenfritze-Steinchen zu sammeln. Wer das letzte Steinchen erhalten hat, bekam einen Regentropfen aufgemalt und durfte als ErsteR das Wolkenhaus verlassen und auf die Erde tropfen. Der Ehrgeiz war geweckt, alle würfelten fleißig mit.

In unsere Naturtagebücher malten wir zum Schluss noch die Wolken rein und beschrifteten sie, um sie besser in Erinnerung behalten zu können.

Wir hoffen, auch weiterhin so großes Glück mit dem Wetter zu haben wie bisher. Spaß hat´s gemacht!!

Elke Essmann

Schlaufüchse im April

Am 25. April 2009 trafen wir uns mit unseren Schlaufüchsen auf dem Gelände der Burg Schwaneck um mit Ihnen gemeinsam zu entdecken welche Tiere in einer Hecke zu Hause sind, was sie dort finden können und in welcher Etage einer Hecke sie am liebsten einziehen.

Hecken aus Sträuchern die bei uns zu Hause sind bieten einen besonders wertvollen Lebensraum für viele verschiedene Tiere und Pflanzen. Im Innern einer Hecke ist es dunkel, windgeschützt, feucht und kühl, während es am äußeren Rand hell und trocken ist.

Sie bieten für Menschen einen Sicht- und Lärmschutz, einen natürlichen Zaun und Früchte.

Zusammen überlegten wir welche Tiere dort zu finden sein können:

Verschiedene Vögel, die dort Nisten und auch Rasten und Nahrung finden durch die dort lebenden Insekten und die Früchte, z.B. Holunderbeeren, Kornelkirschen, Hagebutten.  

Laubfrosch, Erdkröte und Buschschnecke suchen unter Asthaufen Schutz vor austrocknender Sonne und winterlicher Kälte. An warmen Stellen vor der Hecke sonnen sich Zauneidechse, Blindschleiche und Schlingnatter.

Fuchs, Iltis, Wiesel, Marder und Igel leben gern in Hecken, der Feldhase findet dort Nahrung.

Mit Becherlupen und Stiellupen haben wir die vielen auf den Zweigen und Blüten lebenden Kleintiere gesucht und näher betrachtet.

Zum Schluss haben wir noch aus Blumendraht ein Nest gebaut und darin alle Materialien gesammelt, das ein Rotkehlchen für sein Nest nehmen könnte. Die Kinder haben Laub, Moos und Halme gesammelt. Das Rotkehlchen nimmt auch noch feine Wurzeln, Haare und weiche Federn, damit ihre Jungen weich gebettet sind.

Unseren Jungs waren die Nestern zu klein, sie wollten lieber ein Adlernest bauen und haben hierfür größere Holzstücke, Gras und Moos gesammelt.

Es blieb auch noch Zeit um ein Adler- oder Rotkehlchennest oder was den Kindern sonst noch einfiel in ihr Naturtagebuch zu malen.

Elke Essmann

Kuckuck im März

Das März-Treffen der Schlaufüchse am 14.03.09 war ganz dem Frühling und dem Kuckuck gewidmet.

Die Schlaufüchsin Amélie ist leider weggezogen, so dass wir eine neue Schlaufüchsin Marie begrüßen durften. Robin hat der Begrüßungsrunde erst mal versucht, alle schlafenden Bären zu wecken – war gar nicht so einfach! Fabian, Klara und v.a. Paul waren harte Brocken! Aber schließlich hat es der Frühling geschafft, alle aufzuwecken. Anschließend spielten wir das Spiel „Der Frühling bricht aus“. Zwei Kinder versuchten aus einem Kreis mit Kindern, die sich an den Händen hielten und den Winter darstellten, auszubrechen. Der Winter wurde immer irgendwie überlistet, so dass auch hier der Frühling Einzug nahm!

Bei einer gemütlichen Brotzeit hörten wir uns ein Kuckuckslied an und lernten hierbei nebenbei, dass der Kuckuck seine Nester nicht selbst baut, sondern die Eier in fremde Nester legt. Wie schwierig das Überleben des Kuckucks ist durch die Klimaerwärmung und die veränderten Lebensbedingungen, erfuhren die Schlaufüchse genauso wie etwas über seine bevorzugte Nahrung oder seinen Instinkt, andere Eier oder Jungvögel aus dem Nest zu schmeißen.

Bei einem weiteren Spiel versuchten jeweils 2 Kinder (Vögelchen) in einem vorgegebenen Kreis (dem Nest) Rücken an Rücken das andere Kind aus dem Kreis/Nest zu schieben/schmeißen. Wer gewonnen hat, war der Kuckuck. Dass der Kuckuck deshalb nicht böse ist, nur weil er andere Vögel aus dem Nest schmeißt und nicht über die Fähigkeit verfügt zwischen gut und böse zu unterscheiden, sondern nur über Instinkte, die sein Überleben sichern, war für die Kinder besonders beeindruckend.

Später hörten wir uns verschiedene Vogelstimmen genau an und versuchten sie nachzuahmen. Wir mussten dann jeweils Vogelpärchen bilden, indem wir einzelne Vogelstimmen nachahmten (von Vögeln, die wir auf Kärtchen gezogen hatten), um so unseren Partner zu finden.

Zum Abschluss wurde „Wolfsspinne und Springschwänze“ bis zur völligen Erschöpfung und bis zum Abholen der Kinder gespielt.

Es hat mal wieder richtig viel Spaß gemacht!

Elke

Schlaufüchse im Februar (Siebenschläfer, Uhu & Co.)

Auf dem Gelände der Burg Schwaneck trafen wir uns am 7. Februar 2009, um etwas von Tieren zu erzählen, die dort zu Hause sind oder auf Besuch kommen.

Meike hat den Schlaufüchsen beim letzten Treffen eine Hausaufgabe mitgegeben und ein Ergebnis der Hausaufgabe hat uns Klara ganz anschaulich mitgebracht. Sie hat Wasser in einen Plastikbecher gefüllt und eine Markierung am oberen Wasserrand gemacht und diesen Becher ins Freie gestellt. Das Wasser ist gefroren und wir konnten sehen, dass sich das Eis ausgedehnt hat und weit über der Markierung am Becher war.

Die Aufgabe der Schlaufüchse bei diesem Treffen war es, ein Geheimtier zu erraten. Elke erzählte eine Geschichte über ein Tier, hat aber nicht seinen Namen verraten. Am Ende der Geschichte wurden den Schlaufüchsen einige Tiere gezeigt. Es hat nicht lange gedauert, da haben sie erraten, dass das Geheimtier der Siebenschläfer ist. Wir konnten den Kindern ein Schlafnest eines Siebenschläfers zeigen, dass wir beim Räumen eines Vogelnistkastens gefunden haben. Der Siebenschläfer macht es sich im Herbst tagsüber dort gemütlich. Wir wissen nun auch, woher der Siebenschläfer seinen Namen hat. Er hält gewöhnlich für sieben Monate Winterschlaf.

Zwei Vogelnester von Meisen hatten wir auch dabei und debattierten angeregt, welche Materialen sie zum Bauen verwendet und wo sie diese gefunden haben könnten. Einige konnten eine Geschichte erzählen, wie neugierig die Meisen sind und vieles prüfen, ob es als Platz zum Nestbau geeignet ist. Unsere Jungs spitzten die Ohren, als sie hörten, dass bei den Meisen die Männchen für den Nestbau zuständig sind.

Nach einem Spiel gab es erst mal Brotzeit am Stamm einer großen alten Douglasfichte. Elke hatte uns Holunderpunsch mitgebracht. Als wir unter der Fichte saßen, entdeckten wir ein Baumhaus und die Kinder untersuchten den Stamm, wie man zu diesem gelangen könnte. Diese Art Fichte stammt aus Nordamerika und einer unsere Schlaufüchse konnte erklären wie sie zu uns gekommen sind. Diese Fichte ist ca. 130 Jahre alt und wir überlegten im Vergleich dazu wie alt unsere Groß- bzw. Urgroßeltern sind. Sechs Kinder stellten sich um den Stamm und reichten sich die Hände, um den Umfang zu messen. Diese Fichte wird auch vom Uhu besucht, um zu rufen. >Buho< ist der tiefe Ruf des Männchens und >u-hu< der helle Ruf des Weibchens. 

Nach einem Räuber-Beute-Spiel überreichten wir einem unserer Schlaufüchse, der leider wegzieht und deshalb nicht mehr kommen kann, ein kleines Geschenk. Dann malten die Kinder noch in Ihre Naturtagebücher Erlebnisse des heutigen Treffens oder etwas aus ihrer Fantasie.

Elke Essmann

Schlaufüchse im Januar (Leise rieselt der Schnee...)

Zum Glück hat der Wettergott uns erhört! Zwar hat es leider nich während des Treffens im Januar geschneit, dafür lag aber noch ausreichend Schnee, so dass wir mit den Kindern Schneekristalle untersuchen konnten. Wo kommt der Schnee her? Wie entsteht er? Warum gibt es manchmal große „Frau Holle“-Schneeflocken und ein anderes Mal ganz kleine Schneeflöckchen? Nachdem wir ausgiebig unter der Lupe die Schneekristalle bewundert haben, mussten wir uns unbedingt wieder aufwärmen.

Federn in die Luft geworfen sollten nur durch unsere Puste in der Luft gehalten werden... – ist gar nicht so einfach, wenn ein bisserl Wind weht (zu Hause im Wohnzimmer hat´s prima geklappt!).

Dann hat Meike noch einen Eimer mit Wasser mitgebracht, in dem oben eine ca. 2cm dicke Eisschicht schwamm. Warum gefriert eigentlich nicht der ganze Eimer zu? Wieso fängt das Wasser oben an zu gefrieren? Was passiert mit den Tieren in Teichen und Seen? Kann ein See komplett zufrieren (wenn nicht gerade die Eiszeit anbricht)? Die Wassertemperatur in Seen beträgt im Winter unter der Eisschicht ca. 4°C. Fische passen ihre Körpertemperatur dem Wasser an und bewegen sich nur noch sehr langsam, um wenig Energie zu verbrauchen. Sie halten Winterruhe, indem sie teilnahmslos im Wasser „stehen“ oder im Schlamm liegen.

Damit uns von den kalten Temperaturen nicht zu kalt wird, haben wir schließlich das Habicht-Eichhörnchen-Spiel gespielt. Die Eichhörnchen erhielten jeder ein paar Haselnüsse, die sie an verschiedenen Stellen in einem vorgegebenen Revier verstecken sollten. Die Habichte mussten auf ein Zeichen hin innerhalb von zwei Minuten versuchen, möglichst viele Eichhörnchen zu fangen. Während der Verfolgungsjagd sollten unsere Eichhörnchen ihre Nüsse sammeln, durften auch welche der anderen Eichhörnchen klauen und dann schnell in ihren sicheren Kobel fliehen. Bewegungsspiele lieben unsere Schlaufüchse! Wieder und wieder haben wir dieses Spiel gespielt.

Bevor die Kinder abgeholt wurden, konnten sie noch in ihre Naturtagebücher Schneekristalle zeichnen und aus Papier Schneeflocken ausschneiden – sie sind allesamt wunderschön geworden!

Schlaufüchse im Dezember

Wer hat am Zapfen gezupft?

Am 13. Dezember 2008 gingen wir mit unseren Schlaufüchsen in den Forstenrieder Park. Am Rand unseres Weges entdeckten wir Tierspuren. Ganz deutlich waren im Schnee die Abdrücke von Eichhörnchen, Fuchs, Reh und Hermelin zu erkennen. Eine Fuchsspur haben wir ein kleines Stück tief in den Wald hinein bis zu einem kleinen Hügel verfolgt. Wir überlegten, ob dort in einem Bau der Fuchs wohnen könnte.

Auf einer Waldlichtung machten wir Brotzeit und hörten die Geschichten von den Waldbewohnern.

Leider haben wir keine Zapfen gefunden, Elke hatte aber Fichtenzapfen mitgebracht. An diesen und mit Zeichnungen konnten wir die Unterschiede sehen, woran man erkennen kann, ob eine Maus, ein Eichhörnchen, ein Specht oder ein Fichtenkreuzschnabel daran gefressen haben. Dann spielten wir zum Aufwärmen das Fuchs- und Mäuse-Spiel.

Bei einem Holzstapel schauten wir uns die Baumstümpfe an und versuchten durch Zählen der Jahresringe das Alter des Baumes zu bestimmen.

Auf unserem Rückweg überlegten wir, ob unsere Wünsche des letzten Jahres, der hier im Wald besprochenen und eingegrabenen Steine, in Erfüllung gegangen sind.  

Elke Essmann und Meike Klug

Müllsammeln mit den Schlaufüchsen

Am 15. November trafen sich die Schlaufüchse ausgerüstet mit Gartenhandschuhen, Müllzangen und Müllsäcken am Wöllner Bergl. Nach dem Bienenaufwärmspiel versuchten wir die Unterschiede des Mülls kennen zu lernen, um später richtig sortieren zu können: Papier, Pappe, Plastik (PP, PE, PS), Pfandflaschen, Altglas, Alufolie, Weißblech, Styropor, Batterien, Altkleidung, ...

Dann ging es endlich los. Verschiedene Müllsäcke für den Gelben Sack, Papier und Restmüll wurden an die Kinder verteilt. Die Müllzangen waren sehr motivierend, unsere Schlaufüchse hatten Adleraugen – ihnen entging nichts. Mini kleine Plastikfetzchen, Kronkorken, jede Menge Verpackungsmüll wurden eingesammelt. Überall wo wir waren (zwischen dem Wöllner Bergl und der Waldwirtschaft) wurde ständig laut nach den Sack-TrägerInnen gerufen: Gelber Sack hierher! Ich hab Papiermüll gefunden! Wo ist der Restmüll-Sack?

Zum Schluss unseres Treffens bekam schließlich noch jedes Kind ein bisschen Müll mit nach Hause. Den sollen sie daheim im Garten an einer mit einem Stöckchen markierten Stelle kinderhandtief vergraben, um ihn im Frühling wieder auszugraben und zu unserem Treffen mitzubringen. Dann wollen wir sehen, was aus dem Apfelbutzen, Wollfaden, kaputten Luftballon, den Kartoffelschalen, dem Plastikdeckel oder der Alufolie geworden ist.

... und in Zukunft versuchen wir alle, nicht nur den Müll richtig zu sortieren, sondern am Besten gleich weniger Müll zu produzieren!

Spaß hat´s gemacht –

finden neben den Kindern auch Meike Klug und Elke Essman 

Erntedankfest bei den Schlaufüchsen

Am 18. Oktober feierten wir mit den Schlaufüchsen Erntedank. Die Kinder brachten von zu Hause etwas „Geerntetes“ mit, Äpfel, Kürbisse, Kräuter, Tomaten, wir kümmerten uns um das selbst gebackene Brot.

Nach unserem Begrüßungsspiel bildeten wir zuerst zwei Gruppen – eine Gemüse- und eine Obstgruppe – und ertasteten dann das unter einem Tuch liegende Obst und Gemüse. Das war gar nicht immer so leicht...

Da der Hunger schon die ersten Kinder plagte, machten wir uns dann daran, aus dem mitgebrachten Gemüse Gemüsegesichter zu legen. Hierzu schnibbelten die Kinder mit ihren kleinen Messern beispielsweise aus den Gelben Rüben eine Nase, aus Gurken Augen, Petersilie diente als krauses Haar, Paprikastreifen als Mund. Die Kinder waren sehr einfallsreich und lieferten lustige Gemüsegesichter. Sie waren sehr konzentriert beim Schneiden und einfallsreich beim Verzieren der Gesichter. Als endlich alle fertig waren, aßen wir die Butterbrote sowie unsere Gemüsegesichter mit großem Appetit auf.

Dann war es erst mal Zeit für Bewegung. Ein gefundener Ball regte die Kinder an, Fußball zu spielen. Als es zu wild wurde, löste sich die Mannschaft auf und die Kinder erkundeten das Spielplatzgelände, von wo aus die Eltern ihre Schlaufüchse schließlich auch abgeholten.

Noch einen wunderschönen Herbst wünschen

Meike und Elke

Welche Tiere leben in der Isar

Das war unser Thema zu unserem Schlaufuchstreffen am 20. September 2008.

Zuerst gab es ein Begrüßungsspiel und im Anschluss daran erzählten uns die Schlaufüchse über ihren 1. Schultag und ihre schönsten Erlebnisse in den Ferien.

Als alle einen Platz auf großen Steinen am Isarstrand gefunden hatten, fragten wir die Kinder ob sie eine Biberburg kennen oder vielleicht sogar schon einmal eine gesehen haben. Ein paar Dinge über den Biber wussten die Schlaufüchse schon. Wie ein Biber aussieht, haben wir uns gemeinsam in einem Buch angesehen und genau geschaut, welche besonderen Merkmale wir entdecken können.

Als größtes einheimisches Nagetier lebt der Biber auch ganz in unsere Nähe, zum Beispiel in München bei der Museumsinsel, an der Loisach bei Benediktbeuern oder der Isar zwischen Icking und Ascholding. Aus Ästen und Schlamm baut der Biber seine eindrucksvollen Burgen. Der Eingang zum Bau liegt meist unterhalb der Wasseroberfläche, zum Schutz vor Feinden. Biber nutzen vielen anderen Tieren, weil sie in ihrem Revier kleine Lebensräume schaffen. Alle Schlaufüchse würden gerne einen Biber besuchen, mal sehen ob sich das machen lässt. Auf den Internetseiten www.bibermanagement.de oder www.bn-toel-wor.de findet Ihr viele Informationen und Bilder zum Biber.

 Nachdem wir uns mit einer Brotzeit gestärkt hatten spielten wir zwei Spiele um uns Aufzuwärmen. Mit Kescher und Becherlupen suchten wir nach Tieren im Wasser. Gefunden haben wir eine Kriebelmückenlarve, einen Flussflohkrebs und einen Schlammröhrenwurm. Die Tiere haben wir mit Hilfe einer Übersicht von kleinen im Wasser lebenden Tieren bestimmt. Vorsichtig wurden sie wieder zurück ins Wasser gesetzt. Eine Familie mit Ihren zwei Kindern zeigte sich ganz interessiert an unseren Funden.

Elke Essmann und Meike Klug

Isar – Die Reißende

Die Isar wechselt immer wieder ihr Gesicht und am 19. Juli 2008 hatte sie viel Wasser und zeigte uns warum sie den Namen „Die Reißende“ trägt. Wir gingen deshalb nicht so nah ans Ufer und bauten aus großen und kleinen Isarkieseln eine Pyramide.

Da uns leider ein Bauplan fehlte, war es auch gar nicht so einfach. Unsere Pyramide ist nicht so groß geworden, wie die schönen Pyramiden an der Isar nahe von Bad Tölz aber zum Schluss bekam sie noch ein paar ganz besondere Bausteine und war damit einzigartig.

Mit den Kindern zusammen überlegten wir warum die Kieselsteine rund sind, wo die Isar entspringt und in welchen Fluss sie mündet, wie das Isartal entstanden ist, welchen Tieren sie einen Lebensraum bietet und wie der Mensch sich die Wasserkraft zu Nutze macht.

Wir zeigten den Kindern Bilder von gefährdeten Kiesbrütern an der Isar, die ihre Eier direkt im Kies ablegen und diese zur Tarnung wie Kieselsteine aussehen lassen.

Nach der Brotzeit und zwei Geschichten die wir unseren Schlaufüchsen dazu vorgelesen haben, suchten wir Steine. Daraus bastelten wir Figuren und bemalten sie mit Wassermalfarben, Kreide oder Buntstifte. Die bemalten Steine fügten wir in unsere Pyramide ein und nahmen so symbolisch Abschied von der Isar.

Ein paar Kinder waren eifrig dabei Müll einzusammeln, den sie am Schluss stolz ihren Eltern präsentieren konnten. 

Elke Essmann und Meike Klug

Kröten und Frösche

Am 21. Juni sind wir zu einer Quelle gegangen und haben uns dort erst einmal die Gegend genauer angesehen und etwas erfahren über Kröten und Frösche.

Wie es diese Tiere vor Millionen von Jahren geschafft haben, von Wasser an Land zu kommen und wie sie jedes Jahr wieder diese Entwicklung wiederholen: als Froschlaich und Kaulquappe im Wasser, als Frosch z.T. im Wasser aber auch oft an Land...

Nach der Brotzeit, während der wir uns das kurze Märchen „Bis zum Wiedersehen“ angehört haben, spielten wir das Krötenwanderungsspiel. Eigentlich hätten die Männchen versuchen müssen, ein Weibchen für sich zu gewinnen. In unserem Spiel wären die Kröten ausgestorben, weil kein Männchen ein Weibchen erwischt hat... Zum Glück weiß die Natur oft besser als der Mensch, wie es geht!

Schließlich haben wir aus Rinden noch Schiffchen gebaut, ihnen je einen kleinen Mast gegeben und Blätter als Segel verwendet. Manche haben Walnussschalenboote gebaut – und dann gab´s ein spannendes Wettrennen der Schiffchen, welches überhaupt mal im Weiher ankommt und nicht schon vorher gekentert ist.

Als Höhepunkt saß dann auf unserem Rückweg direkt mitten auf dem Weg ein Grasfrosch, der sich aber nur ungern fangen ließ!

Schön war´s!

Meike Klug

Waldfühlungen

Am 12. April 2008 trafen sich die Schlaufüchse in der Waldstraße, um von dort aus gemeinsam in den Forstenrieder Park zu gehen. An einem schönen Platz im Wald begrüßten wir uns mit einem Spiel, das vielleicht auch schon Robin Hood gespielt hat?

Als Karawane, alle Kinder hatten die Augen verbunden, führte Elke sie über Baumstümpfe, Äste und Laubhaufen. Am Schluss betasteten die Kinder einen mit Moos bewachsenen Baumstamm und fühlten wie weich das Moos ist. Es ist wie ein Schwamm, das gut Feuchtigkeit speichern kann.

Nachdem wir uns den Wald schon etwas erfühlt hatten, hat ein Teil unserer Gruppe sich versteckt und uns mit selbst gelegten Spuren den Weg gezeigt. Hervorragende Spurenleser und vor allen Dingen auch Spurenleger waren am Werk. Die mit Ästen gelegten Pfeile, zum Teil auch noch markiert mit Laubhaufen führten uns zu ihrem Versteck hinter einem Holzstapel.

Die Kinder, die keine Spurenleger waren, haben zwischenzeitlich eine schöne Bahn markiert für unseren Tierweitsprung. Wir haben bei den verschiedenen Sprungweiten jeweils ein Kärtchen mit dem entsprechenden Tier hingelegt und sind dann so weit wie eine Maus, ein Hase oder ein Eichhörnchen gesprungen. Nur die Sprungweite des Hirschen mit 11 m haben wir nicht geschafft.

Endlich Brotzeit! Wir setzten uns auf den Waldboden, nahmen Platz auf einem Baumstumpf oder lehnten uns ein bisschen am Birkenstamm an. Zur Brotzeit gab es eine Geschichte von der Birkenhelferin und noch eine Geschichte und weil’s so gemütlich war noch eine.

Die Kinder bekamen den Auftrag aus den im Wald verfügbaren Materialien Behausungen für Tiere zu bauen. Wir hofften dabei vielleicht ein echtes verlassenes Vogelnest oder den Eingang zu einer Tierhöhle zu finden. Stattdessen fanden die Kinder einen alten verrosteten Fahrradrahmen. Wir haben ihn mitgenommen und jetzt steht er zur Besichtigung in Elke´s Garten.

Es hat wieder viel Spaß gemacht in der Natur.

Elke Essmann und Meike Klug

Frühlingserwachen

Zusammen mit unseren Schlaufüchsen sind wir am 15. März 2008 auf Entdeckung gegangen und haben Ausschau nach den ersten Frühlingsboten gehalten. Blaue, weiße, lila und gelbe Blüten von Leberblümchen, Schneeglöckchen, Lerchensporn, Krokus und blühenden weiblichen Weidenkätzchen haben wir gesehen und unter unsere Lupen genommen. In einem Spiel suchten die Kinder im Team nach Frühlingsboten, um diese in einem mit Naturmaterialien gebauten Haus hinein zu legen oder sich bemerkbar zu machen, wenn  man diese nicht mitnehmen konnte.

Manche Schlaufüchse haben zusammen so ein großes Haus gebaut, dass sie gar keine Zeit mehr hatten Frühlingsboten hineinzulegen, auch das Grasdach konnte leider nicht ganz gedeckt werden. Zusammen haben wir die Knospen von einer Esche bestimmt, die man sehr gut an ihren dicken schwarzen Knospen erkennen kann. Zur Brotzeit, frische Luft macht sehr hungrig, hat Meike die Geschichte eines Hummelstaates vorgelesen. Nur die Königinnen eines Hummelstaates überwintern und gründen im Frühjahr neue Völker. Erdhummel-Königinnen erscheinen oft schon Anfang März, die anderen Hummelarten dagegen erst im April oder später. Ich habe eine Hummel brummen gehört, aber nicht gesehen.

Das Trommeln eines Spechts war zu hören. Ist es ein kurzes, schnelles trommeln, grenzt er damit sein Revier ab, ein beharrliches Klopfen dient dem Aufspüren von Nahrung. Die wärmenden Sonnenstrahlen haben einen der ersten fliegenden Schmetterlinge im Jahr, einen Zitronenfalter, zu einem Ausflug  ermuntert. In einem Spiel probierten die Kinder selbst aus, wie es ist, als Frühling auszubrechen. Zwei Kinder waren die Frühlingskinder, die anderen der Winter. Die Winterkinder bildeten einen Kreis, in dem sie die Frühlingskinder gefangen hielten. Nun mussten die Frühlingskinder versuchen aus dem Kreis auszubrechen. Ganz schön anstrengend!Wieder zurück an unserem Treffpunkt bekam schließlich jedes Kind noch ein bunt gefärbtes Osterei mit nach Hause.

Frohe Ostern – und bis zum nächsten Mal!

Meike Klug und Elke Essmann

Besuch der Schlaufüchse im Jagd- und Fischereimuseum/Mü

Empfangen von einem imposanten Bär im Foyer des Museums, sind wir am Samstag, den 16. Februar 2008 auf Entdeckungstour gegangen.

Wir haben das Skelett eines Riesenhirsches gesehen, der vor 10 Millionen Jahren gelebt hat. Es gab Tiere zum Anfassen, Dachs, Hirsch, Hase, Kaninchen, Murmeltier, Fuchs und Wildschwein. Ganz besonders anziehend für die Kinder war ein Fuchsbau zum durchkriechen.  An einer Wand waren Klappen mit Tierfellen zum Fühlen angebracht und die Kinder konnten den Unterschied zwischen dem Sommer- und Winterfell eines Rehs fühlen. Das Sommerfell ist rostrot und im Winter braungrau und ganz dicht, um die Tiere zu wärmen. Es gab auch noch Felle vom Wildschwein, Marder und Waschbär. Ein freundlicher Mann des Museums machte die Kinder auf den Unterschied zwischen Hase und Kaninchen aufmerksam, den man bei den Löffeln sehen kann. Die Löffel des Kaninchens sind wesentlich kürzer als die des Hasen.

In einer weiteren Abteilung haben wir hinter Glas Tierfamilien von Rotwild, Fuchs und Dachs  gesehen. Es gab auch viele verschiedene Fische und Vögel zu bestaunen.

In einem anderen Raum, in dem sich die Kinder mit einer Brotzeit stärken konnten, wurde ein Film  über Jäger, Hirsche und Gämsen und wie diese als Hochgebirgsbewohner gute Kletterer sind, gezeigt.                                                   

Als Erinnerung an diesen Tag haben die Kinder im Museum etwas in ihr Naturtagebuch gemalt. Darunter Spuren von Maus, Hase, Dachs, Fuchs und Eichhörnchen  oder Tiere wie Bär, Hase, Gämse und Wolpertinger (ein bayerisches Fabelwesen).

Der Besuch des Museums hat glaube ich allen viel Spaß gemacht.          

Elke Essmann

Spuren lesen

Nach dem Dachs-Begrüßungsspiel wiederholten wir noch einmal, wie die verschiedenen Tiere den Winter überlebten.

Neben Winterschlaf, -ruhe und –starre gibt es natürlich auch noch die Tiere, die wach bleiben. Dazu kamen wir beim letzten Treffen nicht mehr, so dass wir uns bei unserem Januar-Termin am 19.01. darüber unterhielten, dass ein dichtes Fell, ein aufgeplustertes Federkleid oder eine dicke Fettschicht vor Wärmeverlust schützt.

Anschließend spielten wir – vermutlich unser neues Lieblingsspiel – das Fuchs- und Hasenspiel. Ein Fuchs versucht die anderen Kinder, also Hasen zu fangen. Jeder gefangene Hase wird zum Fuchs bis schließlich ganz viele Füchse den letzten Hasen fangen. Dabei ist uns allen wieder richtig warm geworden, so dass uns die vereinzelten Regentropfen auch nicht weiter gestört haben.

Beim Spiel Kuschelwärme merkten wir deutlich, dass es uns als kleinen Waldmäusen allein im Wald ganz schön kalt wurde. Wenn wir uns allerdings eng aneinander kuscheln, wird es uns wieder richtig warm...

Nach der Brotzeit unterhielten wir uns noch über die verschiedenen Spuren, die die Tiere in der Natur hinterlassen. Leider lag kein Schnee, so dass wir keine Tierfußspuren suchen konnten. Es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten zu sehen, welche Tiere wo waren. Gemeinsam überlegten wir, wie wir sehen können, wo welche Tiere leben. So fielen uns die Fraßspuren ein – schon jedes Kind hat angefressene Zapfen von Eichhörnchen gesehen. Nester oder Erdhügel weisen auf den Wohnort von Tieren hin. Aber auch die Losungen, das Gewölle und Geschmeiß wie auch Fell oder Federn zeigen, dass es hier Tiere gibt.

Eigentlich wollten wir mit der Waldkamera noch intensiv nach Tierspuren suchen. Aber das Fuchs- und Hasen-Spiel war so toll, dass wir es gleich mehrmals spielten!

Auf dem Rückweg zum Treffpunkt mit den Eltern suchten wir uns noch schöne Steine, um sie mit guten Wünschen und Vorsätzen für das neue Jahr 2008 zu besprechen. Manche vergruben sie, andere legten sie an schöne, wieder gut auffindbare Stellen. Später im Jahr werden wir zu den Stellen unserer Zukunftssteine zurückkehren und uns überlegen, ob unsere Wünsche vielleicht schon in Erfüllung gegangen sind...

Da leider keine Zeit mehr für unseren ersten Eintrag im Naturtagebuch war, bekamen unsere Vorschulkinder ihre erste Hausaufgabe auf: bis zum nächsten Treffen im Februar irgendwelche Spuren von Tieren hineinzuzeichnen!

Elke Essmann

Überleben im Winter

Anschließend machte sich ein Teil der Kinder auf, geeignete Stöcke für unsere Blumentöpfe zu finden, die später als Landeplatz für die Futterglocke dienen sollten, während die anderen halfen einerseits den Apfelpunsch vorzubereiten und andererseits das Vogelfutter mit dem geschmolzenen Fett zu vermischen.

Dann stärkten wir uns bei einer gemütlichen Brotzeit, warmem Apfelpunsch und ein paar Plätzchen und besprachen gemeinsam, was auf den Frechdachsausweisen von den Kindern als „freche Aktion“ für weitere Treffen gewünscht wurde.

Danach überlegten wir gemeinsam, wie die Tiere, die den Winter bei uns bleiben, die kalte Jahreszeit überleben. Hierbei konnten unsere Schlaufüchse einiges beitragen. Dass der Igel ein Winterschläfer ist, war ihnen schon von früheren Treffen bekannt (Oktober), der Dachs dagegen hält - wie auch das Eichhörnchen - eine Winterruhe, zieht sich also in seinen Bau bzw. Kobel in der richtig kalten Zeit zurück und traut sich erst wieder heraus, wenn es wärmer wird, bzw. wenn der Hunger überwiegt. Die Winterstarre war für die Kinder dagegen etwas ganz Neues, wobei wir bis jetzt auch noch nicht über die wechselwarmen Tiere gesprochen haben. Und dass es jede Menge Tiere gibt, die im Winter wach bleiben, das konnten wir aus Zeitmangel gar nicht mehr besprechen...

Leider wurde das Fett auch nicht fest genug, so dass die Blumentöpfe schließlich ohne die Kinder mit Ast und Vogelfutter befüllt wurden und später noch an alle Kinder ausgeteilt wurden.

Zum Schluss wurden den Kindern noch die neuen Natur-Tagebücher ausgeteilt, die in Zukunft bei jedem Treffen mitgebracht werden sollen, damit wir unsere spannenden Entdeckungen auch richtig – in Wort und Bild – festhalten können!

Elke Essmann

Bunte Blätter

Im Wald, angrenzend an das Gelände der Geothermie, schauten wir welche Farben die Blätter haben und welche Bäume zu sehen sind. Aufmerksam verfolgten wir herabfallende Blätter und zählten mit, wie lange sie brauchen, bis sie auf den Boden fallen. Einige davon haben wir aufgefangen, auf ein Tuch gelegt und zusammen mit bereits am Boden liegenden Blättern uns ganz genau mit der Lupe angesehen. Bei einem Blatt war eine Ecke eingerollt, wir haben es vorsichtig geöffnet und gesehen, dass dort eine Raupe gelebt hat.

Großen Spaß hat es gemacht mit den vielen schönen Dingen, die von den Schlaufüchsen im Wald gefunden wurden, ein Domino zu legen. Darunter waren auch zwei riesige Birkenstämme. Jetzt war unsere Aufgabe herauszufinden warum die Bäume ihre Blätter verlieren und die Kinder hatten hierzu auch einige Ideen. Der grüne Blattfarbstoff (Chlorophyll) wird in seine Bausteine zerlegt und im Stamm bis zum Frühjahr für die neuen Blätter gespeichert. Alle Farben der bunten Herbstblätter sind in den Blättern enthalten, sie werden nur von dem grünen Farbstoff überdeckt.

Dazu haben wir ein Experiment mit Brennnesselblätter gemacht. Diese wurden zerkleinert, mit Sand im Mörser zerrieben und mit etwas Brennspiritus vermischt. Die überstehende Flüssigkeit haben wir durch einen Filter in ein Glas tröpfeln lassen  und eine Kreide  aufrecht in das Glas gestellt. Nach einigen Minuten waren verschiedene Farbzonen zu erkennen.

Zum Schluss haben wir noch Schicht für Schicht den Waldboden aufgedeckt, bis wir zu den Tieren und Mikroorganismen vorgedrungen sind, die Blätter zu Humus verarbeiten. Jetzt wissen wir auch, warum wir im Laub nicht versinken. Jeder hat sich zur Erinnerung an diesen schönen Tag ein Blatt ausgesucht. Wir haben vor, die gepressten Blätter in ein Naturtagebuch zu kleben, dass bald jeder Schlaufuchs bekommen wird.

 

Meike Klug und Elke Essmann

Schlaufüchse und Igel

Es herbstelt schon so richtig bei unserem Treffen am 6. Oktober auf dem Gelände des NEZ..

Aber das Wetter spielt mit, so dass wir mit allen neun Kindern wieder unsere Frechdachskennenlernrunde spielen. Für manche Kinder ist der Frechdachs, unser Maskottchen, noch neu, so dass sie ihn erstmals sehen

Das Wolfsspinne-Springschwänze-Spiel vom letzten Treffen war noch in so guter Erinnerung, dass die Kinder sich wünschten, dieses „jetzt sofort“ nochmals zu spielen. Also hüpften wir Springschwänze vor der mindestens aus vier Kette-bildenden Wolfsspinnen-Kindern davon, so lange bis uns so richtig warm war und alle gefangen waren.

Um uns wieder zu erholen, wünschten sich schon die ersten Kinder wieder Brotzeit zu machen, was wir damit verbanden, über die kleinen stacheligen Einzelgänger – die Igel – zu sprechen. Alle haben bereits welche in freier Natur gesehen und konnten einiges über sie erzählen! Dass sie durchschnittlich nur vier oder fünf Jahre alt werden, unter Hecken, in dichtem Dornengestrüpp oder in Laubhaufen leben und sich von Schnecken, Faltern, Raupen, Regenwürmern, Vogeleiern und auch Aas ernähren, wussten schon weniger von ihnen. Von Milch bekommen sie sogar Durchfall! Über frisches Wasser dagegen freuen sie sich sehr. An natürlichen Feinden wurde von den Kindern jede Menge aufgezählt, zu den häufigsten Feinden zählen sicher der Uhu, Dachs und Fuchs. Und leider auch der Mensch, der durch die Insektengifte und das Schneckenkorn den Igel gleich mitvergiftet oder im Straßenverkehr eine tödliche Gefahr für den Igel bedeutet. Dass der Igel einen etwa halbjährigen Winterschlaf hält in gut gepolsterten, vor Wind und Wetter geschützten selbst gebauten Höhlen (z.B. unter Reisig- und Laubhaufen) und warum er den Winter sonst nicht überleben würde, erfuhren die Schlaufüchse ebenfalls. ....und sollten die Kinder im Winter einen Igel herumirren sehen, der recht klein wirkt oder sogar verletzt ist, sollen sie ihn mit Hilfe der Eltern unbedingt entweder im Tierheim abgeben oder zur Igelstation nach Germering zu Frau Waltraut Eckl bringen (Tel. 8415513).

Da Igel eine sehr gute Nase haben, spielten wir anschließend ein Spiel, bei dem wir versuchten, unterschiedliche Gerüche zu erkennen und zuzuordnen. So mancher Schlaufuchs würde einen prima Igel abgeben!

Nach der Geschichte vom Wettrennen zwischen dem Igel und dem Hasen spielten wir die Geschichte in abgewandelter Form nach. Wir standen alle im Kreis, ein Kind war der Igel und durfte den Kreis der Hasen umrunden. Stellt er sich zwischen zwei Hasen, müssen die in entgegen gesetzter Richtung den Kreis umrunden. Wer zuerst beim Igel ankommt, darf dann der neue Igel sein. Unsere menschlichen Igel schienen nicht so gut zu hören wie die „echten“ Igel, da die Zurufe, wo sie Halt machen sollten, immer lauter wurden.

Das Igel-Puzzle-Spiel war dann doch noch etwas zu schwer, so dass wir dazu übergingen, auf dem Gelände des NEZ einen Winterschlafplatz für einen Igel zu bauen.

Bis schließlich die Eltern zum Abholen kamen, schaukelten die Kinder auf den Hängematten oder lieferten wilde Kletter- und Karussellfahrten.

Wir würden uns freuen, wenn die Schlaufüchse ihre Frechdachsausweise zum nächsten Treffen ausgefüllt wieder mitbringen würden!

Meike Klug und Elke Essmann

Vom Winde verweht ...

Am 15. September trafen wir uns ("Die "Schlaufüchse") beim NEZ, suchten uns ein gemütliches Plätzchen und lernten dort ein neues Gruppenmitglied kennen: den Frechdachs, unser Maskottchen!  

Nach der Kennenlernrunde gesellten sich noch zwei lustige Tierchen dazu, nämlich eine kleine vorwitzige Maus sowie ein frecher Rabe. Mit Hilfe der beiden lernten wir den Dachs besser kennen, wo er lebt (in Dachsburgen), was er frisst (tierische, aber überwiegend pflanzliche Nahrung), dass nur wir Menschen seine Feinde sind, wie schnell er trotz seiner kurzen Beinchen laufen kann und dass seine Krallen und Pfoten bestens zum Graben geeignet und er mit seiner langen Nase hervorragend riechen und mit seinen Augen fast nichts sehen kann.

 Während der Brotzeit hörten wir uns die Geschichte vom Spinnchen und dem Hirsch an. Anschließend besprachen wir gemeinsam den Unterschied zwischen Spinnen und Insekten, welche Netze Spinnen bauen, wie viel Augen und Beine Spinnen haben,  was sie fressen, wozu sie gut sind, wie sie ihre Beute fangen und all so was...

Um uns das besser vorstellen zu können, spielten wir danach das Wolfsspinne- und Springschwänze-Spiel. Alle Kinder spielten mit. Die Springschwänze hüpften über die Wiese, während die Wolfsspinne (bestehend aus vier Kindern, die eine Kette bildeten) versuchte, Springschwänze zu fangen. Dabei hatten wir so viel Spaß, dass wir es ganz lange spielten!

Dann wurden wir allerdings doch neugierig und machten uns mit Becher- und Stiellupen auf die Suche nach „echten“ Spinnen und ihren Netzen. Leider fanden wir nur ganz wenige..., dafür aber auch ein paar kleine Spinnchen, die sich vom Winde verwehen lassen können – so leicht wie sie sind!

Bis schließlich die Eltern zum Abholen kamen, malten wir noch alle mehrere Spinnennetz-Bilder, die wir dann auch mit nach Hause nehmen durften.

 Meike Klug und Elke Essmann

Alle meine Entchen...

Nach einer längeren Regenperiode hatten wir riesiges Glück, dass zu unserem Juli-Treffen die Sonne schien – fast schon ein bisschen zu doll...

Bei unserem Treffen am 14.07.07 hatten wir zwar keine Enten gesehen, die Schlaufüchse konnten aber trotzdem ziemlich viel über sie erzählen! Wie die Männchen (Erpel) aussehen (grüner Kopf), dass sich die Weibchen tarnen müssen (brüten die Eier aus), über die Schwimmhäute an ihren Füßen haben wir gesprochen und den Grund, warum sie überhaupt schwimmen können (sie fetten ihre Federn ein und haben unter den Deckfedern noch die Daunenfedern, die sie schön warm halten und zusätzlich wie auf einem Luftkissen schwimmen lassen). Die kleinen Küken (bis zu zwölf Küken!!) können sofort schwimmen! Schade, dass wir es erst mühsam lernen müssen.

Nach dem Fischernetz-Spiel haben wir uns selbst auf Fischfang begeben. Mit Keschern ausgerüstet konnten wir jede Menge klitzekleine Fischchen fangen und in den Becherlupen genauer ansehen. Im flacheren Bereich der Isar haben wir schließlich ganz interessante Tiere gefunden, die sich unter den Steinen versteckt haben: Köcherfliegenlarven, Eintagsfliegenlarve flach und rund (Nymphe), Schlammröhrenwürmer und ein paar Tiere, die wir nicht benennen konnten!

An der Isar, in der prallen Sonne, wurde es immer heißer, so dass wir uns schließlich wieder in den Schatten der Großhesseloher Brücke begaben, um dort endlich Brotzeit zu machen. Unsere Tierchen, die wir in Eimern und Becherlupen gelagert hielten, konnten wir dort noch in Ruhe untersuchen bis wir sie schließlich wieder in die Freiheit entließen.

Das Tiere-Suchen war so spannend, dass wir gar nicht alles spielen und erzählen konnten, was wir vorhatten. Zum Schluss bastelten wir aber noch verschiedene Papierschiffchen und -dampfer, die nun alle Kinder zu Hause schwimmen lassen können. Ob sie wohl schwimmen können oder untergehen?

Im August wird es kein Treffen geben – Sommerpause! Erst nach den Sommerferien Mitte September werden wir uns wieder alle treffen. Daher wünschen wir allen Schlaufüchsen einen tollen Sommer, schöne Ferien und viel Naturbeobachtungen!!

 Meike Klug und Elke Essmann

Die Entwicklung des Marienkäfers

Zu unserem Treffen am 23.6.07 suchten wir jede Menge Brennnesseln auf, um dort vor allem die verschiedenen Entwicklungsstadien von den Marienkäfer-Larven über die Puppen bis hin zu den „fertigen“ Marienkäfern genauer unter die Lupe nehmen zu können. Darüber hinaus suchten wir viele andere Tiere wie Käfer, Wanzen oder Spinnen und begutachteten  diese in der Gruppe . Schmetterlings-raupen konnten wir leider keine finden, dazu war der Standort der Brennnesseln wohl nicht sonnig genug. Natürlich vergaßen wir nicht, die Nützlichkeit der Brennnesselpflanze genauer zu besprechen.
Bei einem anschließenden Fangspiel sollten die in Marienkäfer-Larven verwandelten Kinder versuchen bis zu 50 Läuse (die anderen Kinder) zu fangen/fressen, was uns aber nicht wirklich gelingen wollte...

Während die Kinder sich bei einer Brotzeit erholten, bekamen sie eine Geschichte vorgelesen über einen Mann, der gegen die Blattläuse auf seinen Rosen Gift spritzen wollte und sich dann doch entschied – auf den Rat eines Nachbarkindes hin – es mit natürlichen Mitteln zu versuchen (Knoblauch daneben zu pflanzen).
Auf der bunt blühenden Wiese hatten die Kinder Gelegenheit, jede Menge Wiesenbewohner zu sammeln und diese in den Becherlupen anzusehen.
So lernten die Kinder auch, dass die vielen bunten Blumen nicht nur für uns Menschen schön anzuschauen sind, sondern dass sie eigentlich dazu da sind, Insekten mittels unterschiedlicher Farbe, Geruch und Geschmack anzulocken und so die Fort-pflanzung/Bestäubung sicher zu stellen.

Das Nektar-Sammel-Spiel musste wegen des starken Windes ausfallen, so dass uns mehr Zeit blieb, eigene Blumen zu basteln und mit fluoreszierender Farbe zu bemalen. Insekten, die im Gegensatz zu uns Menschen Ultraviolett sehen kön-nen, wird der Weg zum Nektar durch für sie sichtbare „Landebahnen“ auf der Blüte gezeigt. Wir haben unsere Blumen ähnlich verziert und können nun im Dunkeln den Weg zur Belohnung für die erfolgte Bestäubung finden!   

Meike Klug und Elke Essmann

Kindergruppe

„Die Schlaufüchse“

  

Ziel der Natur-Kindergruppe ist es, den Kindern die Natur v.a. durch das Spiel näher zu bringen, diese kennen und schätzen zu lernen, denn nur was die Kinder kennen, werden sie auch schützen!

Acht Kinder zwischen fünf und sechs Jahren kamen, um gemeinsam mit Elke Essmann den Löwenzahn und die Pusteblume genauer unter die Lupe zu nehmen. Gemeinsam wurde überlegt, woher der Name Löwenzahn kommt und wie aus dem Löwenzahn eine Pusteblume wird. Es wurden kleine Fallschirme aus Taschentüchern und Weinkorken gebaut, die sogar ein kleines Stück fliegen konnten. Bei der anschließenden Brotzeit suchten die Kinder gemeinsam nach einem geeigneten Gruppennamen und einigten sich schließlich auf „Die Schlaufüchse“.

Im Wald versetzten sich dann alle Kinder in die Lage kleiner Waldbewohner (Mäuse etc.) und bemerkten, wie aus dieser neuen Perspektive vermeintlich Kleines plötzlich sehr groß erscheint.

Nach dieser Übung zur Naturerfahrung suchte sich jedes Kind einen Gegenstand aus dem Wald, der hinter dem Rücken an das Nachbarkind weitergegeben und befühlt wurde. Dabei sollte erraten werden, um welchen Gegenstand es sich handelt.

Ziel dieser Spiele ist es immer, die Wahrnehmungsfähigkeit der Kinder zu schulen und Natur als etwas Vielfältiges, Spannendes und Bewahrenswertes zu erleben.

Beim Abschlussspiel wurden die Kinder zu kleinen (Schlau-)Füchsen, die einen Hasen fangen mussten. Dabei schlüpften einzelne Kinder in die Rolle des Hasen, der mit geschlossenen Augen versuchen musste, das Herannahen der Füchse zu hören, um somit die eigene Gefangennahme zu verhindern.

Bis zur Abholung der Kinder durch ihre Eltern, konnten die Kinder noch wild auf der großen Wiese herumtoben oder schöne Frühlingssträuße pflücken.