Radtour zu den Biotopen von Herrn Soyer

Der Dorfweiher, an dem er als Kind immer gespielt hatte, war fast völlig verschwunden. Im Rahmen der Flurbereinigung gab es keinen Baum und keinen Strauch mehr in der Nähe des Ortes. Nur riesige Weideflächen für das Vieh und Felder für den Nahrungsanbau.

Das wollte er wieder ändern und begann damit, den Dorfweiher zu reanimieren, indem er die Trennwände einiger Sickergruben öffnete. So konnte sich der Weiher wieder füllen. Auch Bäume, wie z. B. Kopfweiden pflanzte er dort an. Inzwischen hat sich dort wieder ein kleines Paradies entwickelt für Frösche und Insekten ebenso wie für den Fischreiher und den Menschen selbst. Wunderschöne Seerosen bedecken einen Teil der Wasserfläche.

Anschließend besichtigten wir ein weiteres Biotop in der Nähe, das von hohen Bäumen eingerahmt ist. In der Mitte eine ungemähte Wiese mit verschiedenen Blumen, Kräutern und Obstbäumen – nur für die Tiere – eine Trockenmauer, ein kleiner Teich.

Außen herum ein gemähter Pfad, auf dem wir die verschiedenartigsten Insektenhäuser und -wohnungen besichtigen konnten.

Für die Wildbienen hatte Albert Soyer Löcher in ein Holz gebohrt oder Holunderstecken zusammengefasst, die von Bienen ausgehöhlt werden können, um dort ihren Nachwuchs hineinzulegen. Zur besseren Ansicht, wie eine Wildbiene dies macht, war ein herausnehmbares Holzteil mit Plexiglasröhrchen integriert. Dort konnte man die verschiedenen Stadien der Brut ansehen.

Dann gab es auch ein Hornissenhaus mit Plexiglastrennwand und Klappe zur Besichtigung von hinten und verschiedenartigste Formen und  Kreationen von Vogelhäusern – gute wie schlechte Beispiele!

Albert Soyer hat auf Grund von Beobachtung und Erfahrung einige Häuser entwickelt, die für die jeweiligen Vogelarten am zweckvollsten sind. Er erzählte uns auch, dass er in seinem Biotop schon Raubvögel zu Gast hatte, die dort ihre  Jungen aufgezogen haben. Er lockt die Mäuse mit Korn an, damit sich die Vögel ernähren können. Auch das Mauswiesel, Eidechsen, Ringelnattern und Blindschleichen finden einen Lebensraum in den eigenhändig aufgeschichteten Steinmauern, die schon mit Moos bewachsen sind.

Herr Soyer erzählte uns, dass er schon Tiere angesiedelt habe, die laut Wissenschaft dort gar nicht vorkommen dürften. All dies schafft er durch Beobachtung, Experimentieren und Ausdauer, verbunden mit sehr viel Arbeit. Er hat derzeit an die 10.000 qm gepachtet (kostenlos) und da muss ja auch immer etwas gemäht oder die Bäume müssen beschnitten werden. So ist er "rund um die Uhr" beschäftigt, mittlerweile schon als Rentner im Unruhestand. Er hat gelegentlich mal Hilfe, dass meiste macht er jedoch alleine.

Seine kleinen Paradiese schon so bekannt dass das Bayerische Fernsehen sogar mal einen Film über ihn und seine Arbeit gedreht hat. Er macht Führungen für Kindergärten, Schulen und andere Gruppen, so wie die unsrige vom Bund Naturschutz. Und all dies mit einer Begeisterung und witzigen, unglaublichen Geschichten, die er in all diesen Jahren erlebt hat. Er hat uns alle angesteckt mit seinem Enthusiasmus!

Es gäbe noch so viel zu  berichten, doch das lässt sich nicht alles in diesen Bericht verpacken. Ein ereignisreicher Tag ging zu Ende und wir hatten noch lange nicht alles gesehen.

Wir kommen wieder – ganz sicher in den nächsten Jahren! Da wollen wir auch die Waldbiotope anschauen. Und vielleicht begleiten uns dann noch mehr Leute, um sich von diesen Kleinoden verzaubern zu lassen?!


April 2009 Neue Apfelbäume am Grundelberg

Nachdem viele Bäume in der Apfelbaumallee am Grundelberg in einem beklagenswerten Zustand waren, wurden am 17.4.09 erneut drei der am schlimmsten betroffenen Bäume ersetzt. Heinz Fuchs und Michael Bartel waren die Pflanzer.

Schwer fällt's, aber es muß sein - dieser Baum wird nichts mehr.

 

Vorbereiten des Pflanzlochs unter Begutachtung einer Anwohnerin:

Einsetzen eines neuen Baums:

Der erste Baum steht:

Weiter am nächsten Loch. Harte Arbeit für ein Loch für einen Stützpfosten: 

 

Stützpfosten setzen:

Nächsten Baum einpflanzen:

 


November 2008 Der gelbe Sack ist keine Mülltonne!

Tierkadaver und volle Staubsaugerbeutel, Video- und Tonbandkassetten, Messer, Uhren usw. - alles im "Gelben Sack".

Davon konnte sich die Ortsgruppe Pullach des Bund Naturschutz sowie ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, Abteilung  Umwelt, am 18.11.08 bei der Besichtigung der Wertstoff-Sortieranlage der Firma Geo in Oberding-Schwaig überzeugen.

Die Anlage besteht seit 1992 auf dem Flughafengelände. Das Einsammeln und Anliefern der gelben Säcke des Flughafens, des Landkreis Münchens und neun weiterer Landkreise erfolgt duch die Firma Heinz.

14 Millionen Gelbe Säcke, in denen nur Verkaufsverpackungen sein sollten, mit einem Durchschnittsgewicht von 1,8 kg, werden jährlich mit dieser Anlage maschinell und von Hand sortiert. Jährlich kommt somit die unglaubliche Menge von ca. 26.000 Tonnen Verpackungsabfällen zusammen, zuzüglich 9.000 Tonnen Abfällen aus dem Gewerbe.

Der Produktionsablauf beginnt mit dem Sackaufreißer, große Folien werden aussortiert, weicher Kunststoff wird abgesaugt, es folgt eine Sortierung von kleineren und größeren Materialien durch Siebtrommeln. Infrarotgeräte trennen den Abfall in 10 verschiedene Stoffe. Im Anschluss daran erfolgt eine Nachsortierung von Hand.

In 10 Bunkern, werden Alu, Tetrapack, Weißblech, Folien, Papier und Pappe, Sortierreste, Kanister, Mischkunststoff, getrennt nach hartem und weichem Kunststoff und Höhlkörper, gesammelt und anschließend einzeln verpresst.  

Da viele Bürger den gelben Sack als Müllsack benutzen, finden sich darin z. B. Kanister, Eimer, Elektronikschrott, Messer, Bälle, Seile, CDs, Musik- und Videokassetten. Problematisch für die Anlage sind Video- und Musikkassetten da sich dereren Bänder um die Wellen der Förderbänder wickeln und dadurch einen Brand auslösen können. Daher schaltet sich die Anlage in diesen Fällen automatisch ab (was wir erlebt hatten) und ein Mitarbeiter muß die Video- und Kassettenbänder mühsam aus der Anlage klauben. Dies führt zu Produktionsausfällen und erhöhten Kosten! Kassetten und CDs gehören nicht in den gelben Sack sondern in den Restmüll !! 

PET-Flaschen (Pfandflaschen!) können von der Anlage nicht erkannt werden und müssen per Hand aussortiert werden. Der Anteil an nicht zurückgegebenen Pfandflaschen ist  mit 50 % enorm hoch. Das Pfand verbleibt damit beim Handel. Das ist absolut unverständlich, da viele Verbraucher ansonsten immer alles billig haben wollen, hier jedoch das Pfandgeld dem Handel schenken!

Fehlwürfe (alles, was nicht in den Sack gehört, u. a. auch Kleidung, volle Staubsaugerbeutel und Tierkadaver) von ca. 20 % können nicht sortiert werden und gelangen, zusammen mit Sortierresten und 20 % des Kunststoffs, zur thermischen Verwertung (Fernwärme). 50 % des gelben Sacks kann rohstofflich verwertet werden. 

Der gelbe Sack ist ausschließlich für gebrauchte Verkaufsverpackungen aus Metallen, Kunststoffen und Verbundstoffen zu verwenden. Die einzelnen Materialien sind auf dem Gelben Sack abgebildet. Händler zahlen einen Beitrag an die dualen Systeme (im Moment gibt es hiervon 10)  für die Entsorgung der Verpackungsmaterialien. Ein Müllnotstand im Jahr 1992 hat das duale System notwendig gemacht.

Eine spannenden Diskussion grundsätzlicher Natur zum ‚gelben Sack’ entfachte sich während der  Besichtigung bezgl. der weiteren Verwendung der sortierten Verkaufsverpackungen. Nur 60 % der in den Verkehr gebrachten Kunststoffverpackungen müssen überhaupt einer Verwertung zugeführt werden, nur 36 % einer stofflichen Verwertung. Dies bedeutet eine erneute Verarbeitung zu Kunststoffprodukten. Die verbleibenden 24 % können thermisch oder rohstofflich verwertet werden. Das bedeutet, sie dürfen als Ersatzbrennstoff in Heiz(kraft)kraftwerken verbrannt werden oder in Kohleöfen als Reduktionsmittel eingesetzt werden. Dadurch sollen andere Energieträger wie Öl oder Gas eingespart werden. Zwar erschien es den Teilnehmern durchaus erstrebenswert, Verpackungen anstelle von Öl zu verbrennen und die entstehende Fernwärme zur Beheizung von Häusern zu verwenden. Allerdings tat sich die Frage nach dem energetischen Vorteil auf, wenn doch die Herstellung von Kunststoffverpackungen zuerst einmal eine ganze Menge an Energie verschlingt. Dadurch kann offensichtlich nur noch ein wesentlich kleinerer Anteil der ursprünglich im Erdöl enthaltenen Energie bei der Verbrennung in Fernwärme umgesetzt werden. Wäre es also nicht grundsätzlich besser die Produktion von Verpackungen möglichst gering zu halten, die dann gar nicht erst sortiert werden müssten? Auf diese Weise könnte man Öl oder Gas gleichermaßen ‚thermisch verwerten’ allerdings mit einem wesentlich höheren Gesamtwirkungsgrad.

Aber diese Frage muss nicht mit dem Sortierbetrieb der gelben Sacke geführt werden. Dort wird sicherlich das Möglichste versucht um aus dem angelieferten Material eine maximal verwertbare Ausbeute herauszuholen. Vielmehr ist diese Frage grundsätzlicher Natur zum Teil an die Verpackungsindustrie und zum anderen Teil an uns selbst bzw. unser Konsumverhalten zu stellen. Wir können derzeit unseren Beitrag dazu leisten, indem wir möglichst wenig Verpackungsabfall und sonstigen Müll verursachen.

Der beste Beitrag zum Klimaschutz ist Abfallvermeidung:

Einkaufstaschen aus Baumwolle, bzw. anderen Naturmaterialien benutzen, langlebige Waren bevorzugen.

Beim Einkauf auf Mehrwegverpackung achten. Obst und Gemüse unverpackt kaufen.

Umweltschutzpapier verwenden,

Packstoffarme Nachfüllverpackungen bei Wasch- und Reinigungsmitteln kaufen.

Getränkedosen vermeiden. Aluminiumprodukte möglichst nicht kaufen, ansonsten sammeln und recyceln.

Auf Reparierbarkeit der Produkte achten.


Apfelbaumfest

Am Samstag, den 25. Oktober fand an der Grundelbergwiese das zweite Apfelbaumfest statt. Mit guten, selbst gebackenen Apfelkuchen und andere Leckereien, Kaffee, Tee und Apfelsaft.

 

Äpfel sind nicht nur gesund sondern auch gut geeignet zum Jonglieren (Jongleuse ist die GRÜNE Landtagsabgeordnete Susanna Tausendfreund). 

Kühl war's, aber nicht ungemütlich.

 

Unerfreulich ist leider der schlechte Zustand der Bäume nach der Schädigung. Trotz erster Maßnahmen, wird es noch dauern, bis die Bäume sich (hoffentlich) wieder erholen.


1000 Füße für die Umwelt

Für die Woche vom 14. bis 18. Juli wurden die ca. 280 Kinder der Pullacher Kindergärten aufgerufen, ohne Auto in den Kindergarten zu kommen. Das Wetter war recht wechselhaft – trotzdem ließen sich viele Eltern nicht abschrecken, ihre Kinder mit dem Radl, Roller, MVV oder zu Fuß in den Kindergarten zu begleiten.

Am Freitag, bevor die Aktion startete, wurden in allen Kindergärten so genannte Starter-Pakete verteilt, die sowohl die Eltern als auch die Kinder erinnern und motivieren sollten, dem Auto in der kommenden Woche Garagenarrest zu erteilen. Neben Pflaster, Traubenzucker, Reflektorbändern war auch ein kleiner Plan der Gemeinde enthalten, damit sich die Eltern neue Wege überlegen können, wie sie auch ohne Auto den Kindergarten erreichen können.

Während der Aktionswoche durften alle Kinder, die umweltfreundlich in den Kindergarten gekommen sind, selbst gebastelte Fußstempel auf große Listen stempeln, um dort den Erfolg, also den täglich zurückgelegten Weg, schon mal sichtbar zu machen. Auf einer kindgerechten Landkarte wurde den Kindern während der Hälfte der Aktion ein Zwischenergebnis der gemeinsam zurückgelegten Kilometer mitgeteilt, was als Ansporn und Belohnung zugleich wirkte.

Am Montag, den 21. Juli, fand schließlich vor etwa 350 Kindern, Eltern und Interessierten im Bürgerhaus die Abschlussveranstaltung statt, bei der auch die Frage beantwortet wurde, ob die Kinder es bis nach Afrika geschafft haben...

Ja – sie haben es! 3409,6 km wurden umweltfreundlich zurückgelegt! Das gesetzte Ziel Marrakesch zu erreichen, wurde sogar noch um ca. 400 km überboten – irgendwo in einer Oase der Sahara sind die Kindergartenkinder angekommen.

Bei der Preisverleihung der Bewegungskiste für den Kindergarten mit der prozentual höchsten Beteiligung kam es zu einem echten Kopf an Kopf Rennen zwischen den Kindergärten Hl. Geist (70%), Isarspatzen (71%) und St. Ansgar (73%)!

Über die drei Hauptpreise freuten sich Emiliana von St. Ansgar (20 Zoll Kinderfahrrad), Valentin von der Mäuseburg (Laufrad) und Moritz von den Isarspatzen (1/2 Stunde Rikscha-Fahrt durch Pullach) sehr!

Auch die Kinder mit den meisten Kilometern aus allen Kindergärten freuten sich über ihre Preise (Radl-Bücher, Schuh-Gutscheine, Eis-Gutscheine). Raphael vom Kindergarten Marga Müller radelte 53 km während der Aktionswoche in den Kindergarten und zurück – und war damit Gesamtsieger aller Kindergartenkinder!

Das fast durchweg positive Feedback lässt hoffen, dass auch in Pullach ein Wandel stattfinden kann oder bereits stattgefunden hat! Viele Eltern sind auf den Geschmack gekommen und wollen auch zukünftig öfter mal aufs Auto verzichten.

Ein herzliches Dankeschön allen vom Vorbereitungsteam und natürlich auch Respekt vor der tollen Leistung der Kinder und Eltern!!


Was passiert mit unserem Bioabfall?

Da wir das schon immer mal wissen wollten, organisierte die Ortsgruppe Pullach Bund Naturschutz in Bayern e.V. eine Besichtigung des Entsorgungsbetriebes M. Ganser GmbH & Co. KG in Kirchstockach bei Taufkirchen.   

Nach dem Anlegen von Warnwesten und Schutzhelmen Gruppenfoto vor der schematisierten Darstellung des Prozessablaufs der Anlage.

Primäre Ziele der Bioabfall-Behandlung sind, die Wertstoffe des Garten- und Bioabfalls nutzbar zu machen und die Umweltbelastung dabei so klein wie möglich zu halten. Dafür ist eine ausgeklügelte Prozedur notwendig, die uns sehr anschaulich zunächst an einem übersichtlichen Übersichtsplan beschrieben und anschließend auf einem spannenden Rundgang demonstriert wurde.

Anlieferung des Bio-Abfalls aus Pullach ... 

.... und die Zerkleinerung in einer "Mühle".

Beeindruckend war nach der Zerkleinerung des angelieferten Biomülls die Prozedur der „Magnetscheidung“: Hier werden Metalle (Dosen, Bestecke, Gartengeräte, Werkzeuge etc.) durch Magneten automatisch aussortiert.

Es ist kaum zu glauben was da alles im Bio- und Gartenmüll zu finden ist! Der "Renner" sind Gartenscheren, aber auch Schlüssel oder Ringe. Das Material wird teilweise wiederverwertet. Leider finden sich auch Spraydosen oder Batterien, die die Vergärung im weiteren Verlauf wegen ihres giftigen Inhalts gefährden können!

 

Aber auch Sand, Steine, Plastik, Textilien usw. findet sich im Bio- und Gartenmüll. Unglaublich aber wahr: Bakterien sind die wichtigsten Mitarbeiter des Betriebes. Sie tragen entscheidend zur Entstehung von Biogas und Kompost bei. Entsprechend werden sie gehegt und gepflegt, damit sie sich wohl fühlen und immer - auch sonntags - durcharbeiten! Die gesamte Anlage wird nur von wenigen Fachleuten betreut und überwacht. Abgesehen von kurzen Inspektions- und Wartungspausen laufen die Motoren rund um die Uhr.

Das Biogas entsteht in allen Regionen der Reaktoren. Es sammelt sich vorübergehend in den riesigen Hydrolysebehältern. Die Hauptkomponenten des Biogases sind 62 % Methan (CH4) und 38 % Kohlendioxid (CO2). Zwei Biogasmotoren mit einer elektrischen Leistung von je 310 kW stehen zur Verfügung, um das Biogas in Strom umzuwandeln. Entstehende Wärme wird für Reaktorbeheizung und zur Hygienisierung des Biomüll-Breis genutzt. Der Kompost muss frei von Pflanzensamen und frei von Krankheitserregern sowohl für die Pflanzen als auch für den Menschen sein. Deshalb wird der von den Bakterien „bearbeitete“ Biomüll-Brei anschließend eine Stunde lang bis auf 75 °C erhitzt und anschließend heruntergekühlt und entwässert. Der so gewonnene Rohkompost muss noch einige Wochen nachreifen und kann in der entsprechenden Mischung dazu beitragen, dass im Garten alles  „sprießt und blüht“.

Viele offene Fragen wurden  geduldig und kompetent geklärt. Sehr großen Wert legt die Entsorgungsfirma auf die Qualität des entstehenden Kompostes. Dies  wird durch Laboruntersuchungen überwacht und alle Schadstoff-Grenzwerte werden sicher unterschritten.

So konnten sich die 13 interessierten Teilnehmer aus Pullach am 4. Juni 2008 vor Ort selbst ein Bild machen, wie aus Garten- und Bioabfall Biogas und fruchtbarer Kompost entsteht.  Wir staunten nicht schlecht, als wir nach einem fast zweistündigem Rundgang vor dem „wohlriechenden“ Endprodukt im Nachrottungsbunker standen. Das Herz eines jeden Kleingärtners schlägt höher bei den bildreichen Erzählungen unseres engagierten Führers, welche fantastische „Pflanzenwachtumsenergie“ im gewonnen Kompost steckt - wenn die Mischung stimmt!

Das fertige Material fällt vom Förderband... 

... und wird wohlwollend begutachtet.

Es war eine sehr interessante Exkursion, wir haben viel gelernt und waren sehr erstaunt, was aus unserem Bio- und Gartenabfall so wird und welch ausgeklügelter Prozess dahinter steckt  – aber auch erschrocken darüber, wie viele nicht verwertbare Müllanteile vor allem aus Plastik und Metall in der braunen Bio-Tonne landen – dies muss man doch vermeiden können!

Bei wem wir nun Interesse geweckt haben, der sollte den Tag der offenen Tür nutzen, der heuer am 5. Juli von der Firma Ganser angeboten wird. Mehr Infos unter: www.ganser-entsorgung.de  

Armin Grübl für die Ortsgruppe Pullach des Bund Naturschutz in Bayern e.V.


Gründung der Kindergruppe "Schlaufüchse"

Nach mehreren Monaten der Vorbereitung konnte am 12. Mai das erste Treffen der JBN in Kooperation mit dem NEZ in Pullach stattfinden.  

mehr dazu ...


Obstbaum-Schnittkurs

Die Ortsgruppe Pullach initiierte im Januar 2007 einen Obstbaumschnittkurs. Die fachliche Leitung übernahm Heinz Fuchs aus Großhesselohe.

Theorie

Rhetorisch ausgezeichnet und sehr kompetent erläuterte Heinz Fuchs das richtige Schneiden erst einmal in der Theorie am 25.1.07, im Bürgerhaus:

Praxis

Wie es in der Praxis gemacht wird, zeigte Heinz Fuchs am 10.2.07 in seinem Garten in Großhesselohe:

Die weiteren praktischen Übungen, bei denen die Teilnehmer dann selbst schneiden konnten, fanden am 15. und 17.2.07 am Grundelberg statt. Dort gibt es einen Weg parallel zur S-Bahn, an dem die BN-Jugend im Jahr 2001 beidseitig Apfelbäume gepflanzt hatte (s. Tafel). Da sich anschließend leider niemand mehr um die Bäume gekümmert hatte (sie also auch nie fachgerecht geschnitten wurden), sind sie bis heute in einem beklagenswerten Zustand. Unter Anleitung von Heinz Fuchs wurden sie nun erstmals in Form gebracht. Hoffen wir, dass sie sich apfelbaumgerecht entwickeln.

 

Am 17.3. wurde die Technik des Baumschnitts weiter verfeinert und zwar auf privatem Gelände bei Elke Essmann und Michael Bartl.

Dort gab es zum krönenden Abschluss der "anstrengenden" Arbeiten (natürlich) einen hervorragenden Apfelkuchen, gebacken von Elke Essmann.


Protest gegen Abholzung

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Nach Neugründung der Ortsgruppe Pullach des Bund Naturschutz im September 2006, war eine der ersten Aktionen der Protest gegen die Abholzung des Wäldchens in der Gistlstraße und die Beseitigung des schönen Waldspielplatzes am 28. September 2006.